Ein Rezept mit Maintal Konfitüren (Werbung)
Das Erntedank-Fest ist für mich eines der schönsten Feste im Jahr. Zu sehen, was in einem Jahr im Garten und auf dem Feld gewachsen und gediehen ist, erfüllt mich immer wieder mit Freude und Glück. Außerdem ist Erntedank ein guter Moment, um einmal innezuhalten und dankbar zu sein für das, was ist. Gerne versammle ich Familie und Freunde an einer langen, hübsch gedeckten Tafel mit verschiedensten leckeren Speisen. Gemeinsam genießen ist einfach am schönsten – und in diesem Jahr steht dafür eine Süßkartoffel-Galette mit Zwiebel-Chutney auf dem Tisch!
Genau für diesen Anlass habe ich sie kreiert: ein rustikaler Mürbeteig, cremiger Ziegenfrischkäse, dicht gefächerte Süßkartoffelscheiben mit Salbei – und obendrauf ein glänzendes Zwiebel-Chutney, das seine besondere Tiefe der Hagebutten-Konfitüre extra von Maintal verdankt. Ein Gericht, das nach Erntedank schmeckt, sich wunderbar vorbereiten lässt und garantiert für strahlende Gesichter am Tisch sorgt.

Die Galette – rustikal und herzhaft
Im Prinzip ist eine Galette eng verwandt mit einer Quiche oder Tarte. Ihr könnt sie herzhaft belegen, wie in diesem Fall, oder süß – und sie passt zu fast jedem Anlass. Der große Unterschied: Eine Galette braucht keine Form. Ihr rollt den Teig aus, belegt ihn und schlagt den Rand einfach mit der Hand über die Füllung. Genau das macht ihren rustikalen Charme aus. Wer meine süße Erdbeer-Galette schon ausprobiert hat, weiß, wie unkompliziert der Teig ist. Für diese herbstliche Süßkartoffel-Galette habe ich bewusst Vollkornmehl statt Weißmehl genommen – das schmeckt kräftiger und erdiger.
Der Mürbeteig besteht aus Vollkornmehl, kalter Butter, Salz und eiskaltem Wasser. Das Wichtigste ist die Kälte: Je kälter Butter und Wasser sind, desto mürber wird der Teig im Ofen. Tipp vorab: Rührt das Ei-Wasser-Gemisch für den Rand gleich zu Beginn an und gebt etwa die Hälfte direkt in den Teig – so bleibt am Ende nichts übrig. Zuerst zerkrümelt ihr Butter und Mehl mit den Fingerspitzen zu erbsengroßen Stückchen. Dann kommen die Ei-Wasser-Mischung und nach und nach das eiskalte Wasser dazu. Meist reichen 2 Esslöffel, manchmal braucht ihr ein bis zwei mehr. Anschließend wickelt ihr den Teig in Frischhaltefolie und lasst ihn mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.
Während der Teig ruht, hobelt ihr die Süßkartoffeln in dünne Scheiben. Ihr vermengt sie mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und getrocknetem Salbei und gart sie kurz im Ofen vor. Dann rollt ihr den Teig aus und bestreicht ihn mit cremigem Ziegenfrischkäse. Seine feine Säure passt toll zur Süße der Süßkartoffeln. Die Scheiben legt ihr dicht an dicht und kreisförmig von außen nach innen darauf – das sieht schön aus und verteilt den Belag gleichmäßig. Zum Schluss bestreicht ihr den Rand mit dem restlichen Ei-Wasser-Gemisch. So bekommt die Galette beim Backen ihre goldbraune Farbe.


Zwiebel-Chutney mit Hagebutten-Konfitüre von Maintal
Das i-Tüpfelchen dieser Galette ist ganz klar das Zwiebel-Chutney mit der Hagebutten-Konfitüre extra von Maintal, dem sogenannten Hiffenmark. Kaum ein Produkt steht so sehr für Maintal wie dieses – mit diesem Klassiker wurde die Marke einst bekannt. Maintal verarbeitet ausschließlich sonnengereifte, handverlesene Hagebutten und kocht sie schonend nach altbewährtem Familienrezept ein. Das Ergebnis: samtig-cremig, ohne Stücke oder Kerne und mit vollem, warmem Fruchtgeschmack.
Für das Chutney schneidet ihr rote Zwiebeln in feine Streifen und dünstet sie langsam in etwas Butter oder Margarine weich. Dann kommt ein wenig Thymian dazu, und ihr löscht alles mit einem Schuss Apfelessig ab. Jetzt rührt ihr die Hagebutten-Konfitüre ein und lasst alles kurz köcheln, bis eine glänzende, sämige Masse entsteht. Zum Schluss würzt ihr mit Salz, Pfeffer und nach Belieben einer Prise gemahlener Nelken. Auf die Galette kommt das Chutney erst in den letzten fünf Minuten der Backzeit. So behält es seine Konsistenz und karamellisiert nur leicht an den Rändern.
Hat euch die Konfitüre jetzt neugierig gemacht? Ich habe schon öfter damit gekocht und gebacken, zum Beispiel diesen fruchtigen Linsensalat mit Hagebutten-Dressing oder die rustikale Zwetschgen-Tarte. Für den Beitrag Buchteln mit Pflaumenmus habe ich Maintal sogar vor Ort besucht. Dort erzähle ich euch auch, wie das Hiffenmark entsteht.
Die Galette schmeckt am besten lauwarm, dazu ein frischer grüner Salat und ein Gläschen Weißwein oder Cidre. Bon Appétit!


Süßkartoffel-Galette mit Zwiebel-Chutney
Kochutensilien
- 1 große Schüssel
- 1 Mandoline
- 1 Backblech + Backpapier
- 1 große beschichtete Pfanne
- 1 Nudelholz
- 1 Kuchenpinsel
Zutaten
Zutaten für die Galette
- 240 g Vollkornmehl + extra für die Arbeitsfläche
- ½ TL Salz
- 120 g kalte Butter
- 2-4 EL sehr kaltes Wasser
- 2 Süßkartoffeln ca. 600 g
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Salbei getrocknet
- Salz, Pfeffer
- 80 g Ziegenfrischkäse
- 1 Bio-Ei
Zutaten für das Chutney
- 2 rote Zwiebeln
- 1 TL Butter oder Margarine
- ½ TL Thymian getrocknet
- 2 EL Apfelessig
- 1 Prise Nelken gemahlen
- Salz, Pfeffer
- 2 EL Hagebutten-Konfitüre extra von Maintal
Anleitungen
Zubereitung Chutney
- Die Zwiebeln schälen, halbieren und quer in feine Streifen schneiden. Die Butter oder Margarine in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Zwiebeln bei mittlerer Hitze anschwitzen, bis sie weich und leicht gebräunt sind. Ca. 10-15 Min. Zwischendurch regelmäßig wenden.
- Getrockneten Thymian hinzufügen und alles mit dem Apfelessig ablöschen. Gleich darauf die Hagebutten-Konfitüre extra einrühren und nur noch leicht köcheln lassen, bis die Zwiebeln die gewünschte, leicht dickliche Chutney-Konsistenz erreicht haben. Mit wenig Salz, etwas Pfeffer und einer Prise gemahlener Nelken (optional) würzen und abschmecken. Die Pfanne vom Herd nehmen und das Chutney abkühlen lassen.
Zubereitung Galette
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
- Das Ei in eine kleine Schüssel aufschlagen und mit 1 TL Wasser verquirlen.
- Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit ½ TL Salz vermischen. Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und dazugeben. Mehl und Butter mit den Fingerspitzen zerkrümeln. Etwa die Hälfte von der Ei-Wasser-Mischung dazugeben und unterkneten.
- Nach und nach das sehr kalte Wasser hinzufügen und alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Zunächst nur 2 EL Wasser, ggf. noch 1-2 EL mehr. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kalt legen.
- Die Süßkartoffeln schälen, waschen und mit einer Mandoline in dünne Scheiben hobeln. Alternativ mit einem großen Messer in sehr dünne Scheiben schneiden.
- Süßkartoffelscheiben in eine große Schüssel geben und mit 2 EL Olivenöl, 1 TL getrocknetem Salbei, Salz und Pfeffer vermischen. Flächig auf dem vorbereiteten Backblech verteilen und in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 15 Min. garen. Nach der Hälfte der Garzeit mit einem Pfannenwender einmal wenden. Aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen.
- Die Temperatur des Ofens auf 200 Grad Ober-/Unterhitze erhöhen.
- Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche (oder direkt auf dem Backpapier) zu einem großen Kreis mit ca. 35-40 cm Durchmesser ausrollen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und den Teig mit Ziegenfrischkäse bestreichen.
- Die Süßkartoffeln kreisförmig von außen nach innen und dicht überlappend auf dem Teig anordnen. Dabei einen Rand von ca. 3 cm frei lassen. Diesen Rand anschließend vorsichtig von außen nach innen über die Süßkartoffeln umschlagen.
- Den Rand der Galette mit der restlichen Ei-Wasser-Mischung einpinseln. Die Galette in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 35-40 Min. backen. Für die letzten 5 Min. der Backzeit 2-3 EL von dem Zwiebel-Chutney über den Süßkartoffeln verteilen.
- Die Galette nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und für ca. 10 Min. ruhen lassen. Anschließend in Stücke schneiden und mit etwas grünem Salat und dem restlichen Zwiebel-Chutney servieren.

Häufige Fragen zur Süßkartoffel-Galette
Der Mürbeteig lässt sich sehr gut am Vortag zubereiten und in Frischhaltefolie verpackt im Kühlschrank lagern. Mindestens 30 Minuten vor der Weiterverarbeitung solltet ihr ihn dann aus dem Kühlschrank nehmen, damit er sich gut ausrollen lässt.
Klar, das funktioniert problemlos. Der Teig wird dann etwas heller und feinporiger, verliert aber auch ein wenig von seinem rustikalen, nussigen Charakter.
Wer Ziegenfrischkäse nicht mag, kann stattdessen normalen Frischkäse, Ricotta oder Crème fraîche verwenden. Auch eine vegane Frischkäse-Alternative eignet sich gut.
Ja, beides klappt gut. Für die vegane Variante nehmt ihr vegane Butter und veganen Frischkäse, lasst das Ei im Teig weg und bestreicht den Rand stattdessen mit etwas Pflanzendrink. Für eine glutenfreie Galette ersetzt ihr das Vollkornmehl durch eine glutenfreie Mehlmischung und gebt etwas mehr Flüssigkeit dazu. Den etwas brüchigeren Teig rollt ihr am besten zwischen zwei Lagen Backpapier aus.
Ja, auch kalt oder bei Zimmertemperatur ist die Galette lecker. Am besten kommt der Geschmack aber lauwarm zur Geltung, da sich dann die Aromen von Süßkartoffel und Chutney am schönsten entfalten.
Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarkeit
Die fertige Süßkartoffel-Galette hält sich, abgedeckt oder in einem luftdicht verschließbaren Behälter, im Kühlschrank etwa 2 bis 3 Tage. Zum Aufwärmen eignet sich am besten der Ofen bei etwa 160 °C für 10 bis 15 Minuten – so bleibt der Boden schön knusprig, was in der Mikrowelle leider nicht gelingt.
Das Zwiebel-Chutney lässt sich sehr gut separat vorbereiten und hält sich, in einem sauberen, verschlossenen Glas im Kühlschrank aufbewahrt, problemlos 1 bis 2 Wochen. Wer größere Mengen herstellt, kann das Chutney auch wie eine Konfitüre heiß in sterilisierte Gläser abfüllen – so hält es sich ungeöffnet, kühl und dunkel gelagert, mehrere Monate. Das Chutney schmeckt nicht nur zu dieser Galette, sondern passt auch sehr gut zu Käse, Salaten und auch zu Fleischgerichten.





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