Der Spätsommer gehört für mich eindeutig mit zur schönsten Zeit des Jahres. Goldenes warmes Licht, die zunehmende Verfärbung der Blätter an den Bäumen und das Leuchten der Kürbisse. Reife Pflaumen und Zwetschgen läuten nicht nur den Herbst, sondern auch die Ernte-Zeit ein. Diese rustikale Zwetschgen-Tarte bringt den saftig-süßen Geschmack sonnengereifter Früchte perfekt zur Geltung. Auf knusprigem Mürbeteig gebacken und mit cremig gerührter Hagebutten-Konfitüre extra glasiert, ist diese Tarte definitiv eine Liebeserklärung an den Spätsommer!

Ein Rezeptbeitrag mit Werbung.
Zwetschgen-Tarte mit Hagebutten-Konfitüre extra
Sonnengereifte saftige Zwetschgen sind für mich der absolute, kulinarische Inbegriff eines goldenen Spätsommers. Die heimische Zwetschgen-Saison beginnt in Deutschland bereits im Juli. Aber damit die kleinen lilafarbenen Früchte auch so richtig schön süß und saftig schmecken, brauchen sie - meiner Meinung nach - meist noch ein paar Tage bis Wochen länger am Baum. Je mehr Sonnenstrahlen die Zwetschgen abbekommen haben, umso besser schmecken sie einfach. So konzentriert sich die Haupterntezeit auch auf die Monate August und September.
Zwetschgen haben ein intensives, bisweilen sogar würziges Aroma mit einem süß-säuerlichen Geschmack. Da ihr Fruchtfleisch fester und weniger feucht als bei der verwandten Pflaume ist, behalten sie beim Backen besser ihre Form. Zwetschgen harmonieren mit vielen unterschiedlichen Zutaten und Gewürzen aus den verschiedensten Kategorien. Zimt, Ingwer, Kardamom, Muskatnuss, Fleisch, Quitte, Rote Bete, Butter, Crème fraîche....die Liste lässt sich beliebig lang fortsetzen. Mein absoluter Favorit in Sachen "Food Pairing" ist hier jedoch ganz klar die Hagebutten-Konfitüre extra von Maintal.
Zart cremig und feinsinnig herb
Genau das macht die Hagebutten-Konfitüre extra von Maintal aus. Ganz ohne Stücke und Kerne, mit einer samtig-weichen Konsistenz, ist sie besonders streichzart und schmeckt unglaublich fruchtig. Dahinter verbirgt sich nicht nur die schonende Zubereitung nach altbewährtem Familienrezept, sondern auch ganz viel Liebe und Leidenschaft, die das Unternehmen Maintal mit in die Produktion legt. Ein Familienunternehmen, das großen Wert auf Tradition und Verantwortung gleichermaßen legt. Das gilt für die Qualität der Produkte, aber auch für den Umgang mit der Natur sowie den Mitarbeitern.
In dieser rustikale Zwetschgen-Tarte gehen die süß-säuerlich schmeckenden Zwetschgen eine perfekte Symbiose mit der samtig-weichen und milden Süße der Hagebutten-Konfitüre extra ein. Die Konfitüre wird dazu in einem kleinen Topf erwärmt und (optional) mit einem Esslöffel Grand Marnier verrührt. Direkt nach dem Backen wird die Konfitüre dann auf die Zwetschgen gestrichen und ummantelt diese aufs absolut Allerköstlichste! Müsst ihr unbedingt ausprobieren!


Rustikale Zwetschgen-Tarte
Kochutensilien
- 1 große Rührschüssel
- 1 Backblech + Backpapier
- 1 Nudelholz
- Mehl für die Arbeitsfläche zum Ausrollen
- 1 kleiner Topf
Zutaten
Für den Mürbeteig
- 125 g Vollkornmehl Dinkel oder Weizen
- 125 g helles Mehl Dinkel Typ 630 oder Weizen Typ 405
- 115 g kalte Butter
- 1 EL Rohrzucker
- 1 Prise Salz
- 1 Eigelb Gr. M
- 75 ml kaltes Wasser
Für die Füllung
- 700 g Zwetschgen
- 50 g ungeschälte, gemahlene Mandeln alternativ gemahlene Haselnüsse
- 20 g Mehl
- 20 g brauner Zucker + 2 EL extra
- 1 TL gemahlener Zimt
- ½ TL gemahlener Ingwer
- 2 EL kalte Butter
Zum Glasieren
- 150 g Hagebutten-Konfitüre extra von Maintal
- 1 EL Grand Marnier optional
Zum Servieren
- 100 g Crème fraîche
- 1 EL flüssiger Honig
Anleitungen
Zubereitung Mürbeteig
- Die beiden Mehlsorten in eine große Schüssel geben und mit dem Rohrzucker und einer Prise Salz vermischen.
- Die kalte Butter in kleine Stücke scheiden und zusammen mit dem Eigelb und dem kalten Wasser dazugeben. Alles mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig anschließend zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 30 Min. in den Kühlschrank legen.
Zubereitung Füllung
- Die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Mandeln, Mehl, 20 g Zucker, Zimt und gemahlenen Ingwer miteinander vermischen.
Die Tarte fertigstellen und backen
- Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck oder Oval mit einer Dicke von ca. 0,5 cm ausrollen. Den Teig anschließend mit Hilfe des Nudelholzes auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
- Die Mischung aus Mehl und gemahlenen Mandeln gleichmäßig auf dem Teig verteilen, dabei einen Rand von ca. 3-4 cm frei lassen.
- Die halbierten Zwetschgen eng und leicht überlappen (dachziegelartig) auf der Mehl-Mandelmischung anrichten. 2 EL braunen Zucker über die Zwetschgen streuen, dann den Rand des Mürbeteiges rundherum hochklappen.
- Die Tarte in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 50 Min. backen.
- Kurz bevor die Tarte fertig gebacken ist, die Hagebutten-Konfitüre extra zusammen mit 1 EL Grand Marnier (optional) verrühren und in einem kleinen Topf erwärmen.
- Sobald die Tarte fertig ist, aus dem Ofen nehmen und die Zwetschgen mit der angerührten Hagebutten-Konfitüre extra bestreichen.
Zum Servieren
- Crème fraîche mit dem Honig verrühren. Am besten nicht ganz durchrühren, so dass noch Schlieren des Honigs zu sehen sind.
- Die Tarte in Stücke schneiden und am besten noch lauwarm und mit einem Klecks Honig-Crème fraîche genießen.


Zubereitung rustikale Zwetschgen-Tarte
Für die Zubereitung benötigt ihr ein paar Arbeitsschritte und ein klein wenig Geduld, aber alles in allem ist dieses Rezept wirklich einfach und auch für nicht-geübte Bäcker:innen absolut machbar.
Im ersten Schritt verknetet ihr die Zutaten für den Mürbeteig. Das geht am Besten per Hand und ihr knetet so lange, bis der Teig schön glatt und homogen ist und sich die kalte Butter vollständig mit den restlichen Zutaten verbunden hat. Bei den Mehl-Sorten setze ich hier auf eine Mischung aus Vollkornmehl und hellem Mehl, für ein besonders rustikales Ergebnis. Ihr könnt den Teig aber auch mit nur einer Sorte Mehl (Vollkorn, Weizen oder Dinkel) zubereiten. Auch eine glutenfreie Mehl-Variante ist hier denkbar. Ist der Teig geknetet, wird er in Frischhaltefolie gewickelt und darf anschließend für mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen.
Währenddessen könnt ihr die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen sowie die Mandel-Mehlmischung zubereiten. Die Mandel-Mehlmischung kommt unter die Zwetschgen auf den ausgerollten Mürbeteig. Sie sorgt dafür, dass der beim Backen austretende Saft der Zwetschgen den Mürbeteig nicht gänzlich durchweicht und dieser schön knusprig bleibt.
Nach der Ruhezeit im Kühlschrank wird der Teig also ausgerollt und anschließend zunächst mit der Mandel-Mehlmischung, dann mit den halbierten und entsteinten Zwetschgen belegt. Den Rand drumherum hochklappen und ab in den Ofen. Gegen Ende der Backzeit, wenn es schon ziemlich gut duftet, erwärmt ihr die Hagebutten-Konfitüre extra in einem kleinen Topf, ggf. mit etwas Grand Marnier, genauso gut aber auch ohne. Die warme Konfitüre streicht ihr direkt nach dem Backen auf die Zwetschgen, bevor dann der in meinen Augen schwierigste Part kommt: sich in Geduld üben, bis die Tarte zumindest ein klein wenig abgekühlt ist und ihr sie endlich genießen könnt. Bon Appetit!















Leopold Scharlach meint
Nicht schwer zu machen und super lecker gewesen!
Sabine meint
Richtig lecker, vielen Dank
Lena meint
Großartiges Rezept! Meine Familie war begeistert, und die Tarte sah auch noch richtig hübsch aus.
Steffi meint
super gelungen! Schön saftig und nicht zu süß – genau mein Geschmack.