Während Kürbiskerne klassischerweise geröstet auf einer Kürbiscremesuppe, einem Brot oder vielleicht auch einem Müsli landen, mixe ich sie gerne zusammen mit einer Handvoll grüner Blätter, etwas Knoblauch und feinstem Olivenöl zu einem würzigen Kürbiskern-Pesto. Es lässt sich wunderbar auf Vorrat zubereiten, so dass man es im hungrigen Bedarfsfall nur noch mit einer Portion gekochter Nudeln vermischen muss. Gebratene Kirschtomaten oder etwas Gemüse passen ebenfalls ganz hervorragend dazu. Bon Appetit!

Drei Gründe für dieses Kürbiskern-Pesto
Natürlich ist es immer eine gute Idee, ein Glas Pesto im Kühlschrank zu haben. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft genau das meine Rettung war, wenn ich abends nach einem langen Tag müde und hungrig nach Hause kam und eigentlich so gar keine Lust mehr auf kochen hatte. Zwar kann man in solch einem Fall auch auf Fertiggerichte oder den Lieferservice zurückgreifen, aber um ehrlich zu sein - selbst gemacht schmeckt's einfach immer am besten. Deshalb ist man am besten vorbereitet. Für dieses leckere Kürbiskern-Pesto gibt es gleich mehrere Gründe.
Schnell und einfach: Für die Zubereitung von diesem würzigen Pesto braucht ihr kaum mehr als 10 - 15 Minuten. Ihr könnt das Pesto wahlweise mit dem Schneidemesser der Küchenmaschine zubereiten oder mit einem leistungsstarken Pürierstab. Ggf. könnt ihr Kürbiskerne, Knoblauch und das grüne Blattgemüse vorab mit einem großen Messer schon einmal grob zerkleinern.
Lecker und gesund: Kürbiskerne liefern viele wichtige Mineral- und Nährstoffe. Sie sind reich an Magnesium, Phosphor und Zink, sind ein guter Eisen-Lieferant und unterstützen den Körper mit verschiedenen B-Vitaminen sowie Vitamin E. Außerdem enthalten sie ungesättigte (gesunde) Fettsäuren, wie Omega-3 und wertvolle Ballaststoffe. Kürbiskerne sind eindeutig richtig kleine Kraftpakete!
Abwechslungsreich und vielseitig: Der Klassiker und einfach immer gut - ihr vermischt das Pesto mit einer Portion gekochter Nudeln eurer Wahl. Ein bisschen frisch geriebenen Parmesan darüber geben - fertig. Damit macht man wirklich nie etwas falsch. Je nach Lust und Laune könnt ihr das Ganze aber auch noch pimpen. Mit geschmorten Kirschtomaten zum Beispiel. Oder im Ofen geröstetem Gemüse. Ihr könnt das Pesto auch mit kleinen gekochten Kartoffeln vermischen. Oder auf eine dicke Scheibe geröstetes Sauerteigbrot streichen. Kreativ sein ist hier eindeutig erwünscht!


Pasta mit Kürbiskern-Pesto
Kochutensilien
- 1 Salatschleuder oder Sieb
- 1 beschichtete Pfanne
- 1 Küchenmaschine mit Schneidemesser alternativ Pürierstab und hohes Gefäß
Zutaten
- 100 g Kürbiskerne
- 90 g grünes Blattgemüse z.B. Babyspinat, Basilikum, glatte Petersilie
- 1 Zehe Knoblauch
- 1 EL Hefeflocken gehäuft
- ½ Zitrone Saft
- 100-120 ml Olivenöl
- grobes Meersalz
- 1 Prise Chiliflocken optional
Anleitungen
- Die Kürbiskerne in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze - ohne die Zugabe von Fett - unter Rühren goldbraun rösten. Pfanne vom Herd nehmen und die Kürbiskerne etwas abkühlen lassen.
- Das grüne Blattgemüse (Babyspinat, Basilikum, glatte Petersilie) putzen, waschen und in der Salatschleuder trocken schleudern. Alternativ über einem Sieb gut abtropfen lassen.
- Knoblauch schälen und grob hacken. Zusammen mit den gerösteten Kürbiskernen und dem Blattgemüse in eine Küchenmaschine oder ein hohes Gefäß geben.
- Hefeflocken, Zitronensaft und zunächst 100 ml Olivenöl dazugeben und alles zu einem cremigen Pesto pürieren. Ggf. noch etwas mehr Olivenöl untermischen, falls euch das Pesto noch zu dick sein sollte. Alternativ könnt ihr es auch mit 1 EL kaltem Wasser verdünnen.
- Pesto mit ein wenig grobem Meersalz und (optional) einer Prise Chiliflocken würzen und abschmecken. Zum Servieren am besten mit einer Portion gekochter Nudeln vermischen.
Notizen


Tipps für die Zutaten und Alternativen
Während das klassische Pesto (Pesto Genovese) in der Regel mit gerösteten Pinienkernen zubereitet wird, so sind die Kürbiskerne an sich schon eine tolle und zudem deutlich günstigere Alternative. Ebenfalls ganz klassisch ist eine Zubereitung mit viel frischem Basilikum. Basilikum hat jedoch einen recht intensiven Geschmack. Damit der nussige und herzhaft aromatische Geschmack der Kürbiskerne nicht gänzlich untergeht, verwende ich für dieses Pesto eine Mischung aus Basilikum, Babyspinat und glatter Petersilie. Ihr könnt das Pesto aber auch nur mit einer oder zwei verschiedenen Sorten Blattgrün zubereiten.
Für die vegane Zubereitung werden Hefeflocken unter das Pesto gemischt. Hefeflocken sind reich an pflanzlichen Proteinen und B-Vitaminen und eine tolle Alternative zu Parmesan. Alternativ und "nicht-vegan" könnt ihr aber auch 1-2 EL geriebenen Parmesan unter das Pesto mischen. Oder ihr verzichtet ganz darauf - das Pesto wird trotzdem ganz köstlich schmecken.
Für ein gutes Pesto braucht man ein gutes Olivenöl und davon auch nicht zu wenig. Achtet beim Kauf am besten auf ein hochwertiges, kaltgepresstes Olivenöl. Es ist reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien, die das Herz-Kreislauf-System schützen und den Cholesterin-Spiegel regulieren können. Wenn ihr das Pesto ein wenig "leichter" haben möchtet, könnt ihr die Menge des Olivenöls reduzieren und stattdessen ein wenig kaltes Wasser untermischen.
Kürbiskern-Pesto aufbewahren
Luftdicht verschlossen hält sich das Pesto im Kühlschrank etwa 4-5 Tage. Achtet darauf, das Pesto mit ein klein wenig Olivenöl zu bedecken, damit es sich nicht braun verfärbt. Alternativ könnt ihr etwas Klarsichtfolie direkt auf die Oberfläche des Pestos legen. Ihr könnt das Pesto auch wunderbar einfrieren, es hält sich bis zu 6 Monate im Tiefkühlschrank. Auftauen lasst ihr es dann am besten über Nacht im Kühlschrank oder für 1-2 Stunden bei Zimmertemperatur. Vor der Verwendung müsst ihr es dann lediglich noch einmal durchrühren.
Ihr seid absolute Pesto-Fans? Dann probiert doch mal dieses leckere Selleriegrün-Pesto oder, wenn es mal ein bisschen knalliger sein darf - ein leuchtendes Rote Bete Pesto. Bon Appetit!














Schreibe einen Kommentar