Diese vegetarische Blumenkohl-Süßkartoffel Tajine bringt Farbe und absolutes Wohlfühl-Aroma auf euren Teller. Blumenkohl, Süßkartoffeln, Kichererbsen und getrocknete Aprikosen vereinen sich in diesem einfach zubereiteten Rezept mit wärmenden orientalischen Gewürzen einem Essen, das nach Urlaub in Marokko schmeckt. Genau das Richtige, wenn es draußen grau ist, der Wind um die Häuser pfeift und man sich nach einem Essen sehnt, das einen von innen heraus wärmt.

Was genau ist eigentlich eine Tajine?
Unter dem Begriff "Tajine" (oder auch Tagine) versteht man zum Einen ein aus Lehm oder Ton gebranntes, meist rundes Kochgefäß, das mit einem spitz- bzw. kegelförmig zulaufenden Deckel verschlossen werden kann. Es kommt vor allem in der Mahgreb-Küche (insbesondere in Marokko) zum Einsatz, findet sich aber auch in anderen nordafrikanischen Ländern, wie Tunesien und Algerien. Zum Anderen beschreibt der Begriff "Tajine" die in diesem Topf zubereiteten Schmorgerichte.
Das Besondere am Garen in einer Tajine
Schonendes Garen mit dem "Dampfgarprinzip": Durch die spezielle Form des Deckels steigt der beim Kochen entstehende Wasserdampf nach oben, kondensiert an den kühleren Wänden und läuft zurück zum Gargut. So schmort das Essen im eigenen Saft und wird besonders zart und saftig.
Erhalt der Nährstoffe: Durch die niedrigen Temperaturen und den geschlossenen Kreislauf bleiben Vitamine, Aromen und Nährstoffe optimal erhalten.
Vielseitigkeit: In einer Tajine lassen sich Fleisch, Fisch oder vegetarische Eintöpfe mit Gemüse, Couscous und orientalischen Gewürzen wie Kreuzkümmel, Zimt, Ras el-Hanout und vielen anderen zubereiten.
Die gute Nachricht: Für die Zubereitung von dieser leckeren Blumenkohl-Süßkartoffel Tajine braucht ihr nicht unbedingt einen Tontopf. Ein gusseiserner Topf oder eine schwere Pfanne mit Deckel funktionieren ebenso gut.

Die Zutaten: Das macht die Tajine so besonders
Für dieses vegetarische (und sogar vegane!) Rezept braucht ihr keine ausgefallenen oder exotischen Zutaten. Die Magie liegt im Gemüse und den Gewürzen, denn die marokkanische Küche hat eine ganz besondere Art, mit Gewürzen umzugehen. Kreuzkümmel, Zimt, Koriander und geräuchertes Paprikapulver verwandeln selbst simples Gemüse wie Blumenkohl und Süßkartoffeln in ein absolutes Festmahl.
Das kommt in die Blumenkohl-Süßkartoffel Tajine
Hier die wichtigsten Zutaten mit meinen Hinweisen und Tipps:
- Blumenkohl: Alles andere als "langweilig" ist Blumenkohl ein fantastischer Geschmacksträger. Durch seine poröse Struktur saugt er die herrlich gewürzte Sauce der Tajine perfekt auf. Zudem ist er reich an Vitamin C und Ballaststoffen. Tipp: Die Röschen nicht zu klein schneiden, damit sie beim Schmoren noch etwas Biss behalten.
- Süßkartoffel: Sie ist der samtige Gegenspieler zum Blumenkohl und verleiht dem Gericht eine cremige Komponente. Während sie gart, gibt sie etwas Stärke an die Sauce ab, wodurch diese schön sämig wird. Mit ihrem hohen Anteil an Beta-Carotin sorgt sie zudem für die leuchtend schöne orange Farbe.
- Kichererbsen: Kichererbsen sind in der marokkanischen Küche unverzichtbar. Sie liefern hochwertiges pflanzliches Eiweiß und machen die Tajine zu einer vollwertigen, sättigenden Mahlzeit.
- Getrocknete Aprikosen: Das Geheimnis einer "echten" Tajine ist die Kombination aus herzhaft und süß. Die Aprikosen werden beim Mitkochen weich und geben eine dezente, fruchtige Süße ab, die die Schärfe der Gewürze wunderbar ausbalanciert. Tipp: Getrocknete Pflaumen oder Datteln sind eine tolle Alternative.
- Gewürze: Kreuzkümmel, Zimt, Koriander und geräuchertes Paprikapulver verleihen dem Gericht Tiefe sowie eine edle, wärmende und leicht erdige Note.
- Sauce: Die Sauce ist das Bindeglied der Tajine. Stückige Tomaten aus der Dose und Gemüsebrühe verbinden sich während des Schmorens mit den übrigen Zutaten zu einer herrlich sämigen Sauce.


Marokkanische Blumenkohl-Süßkartoffel Tajine
Kochutensilien
- 1 Schneidebrett + Messer
- 1 (gusseiserner) Topf mit Deckel alternativ eine schwere Pfanne mit Deckel
Zutaten
- 400 g Blumenkohl
- 400 g Süßkartoffel
- 2 cm Ingwer
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Kreuzkümmel
- ½ TL Zimt
- ½ TL Koriander
- 1 TL geräuchertes Paprikapulver
- 400 g stückige Tomaten aus der Dose
- 250 ml Gemüsebrühe
- 200 g Kichererbsen vorgegart
- 30 g getrocknete Aprikosen
- Salz, Pfeffer
- ½ Bund frischer Koriander
- 2 EL Granatapfelkerne
- Basmati- oder Jasminreis zum Servieren
Anleitungen
- Den Blumenkohl putzen, waschen und in Röschen teilen. Süßkartoffel schälen, waschen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Den Ingwer schälen und fein hacken. Die getrockneten Aprikosen klein schneiden.
- Das Olivenöl in einem großen gusseisernen Topf (oder einer großen schweren Pfanne) erhitzen. Blumenkohl und Süßkartoffel bei mittlerer Hitze unter Rühren für 3-4 Min. anschwitzen.
- Ingwer, getrocknete Aprikosen und die Gewürze hinzufügen und für 1-2 Min. mit anschwitzen. Stückige Tomaten aus der Dose sowie Gemüsebrühe dazugeben und alles gut miteinander vermischen. Bei kleiner bis mittlerer Hitze und aufgelegtem Deckel ca. 30 Min. schmoren, bis das Gemüse weich ist. Zwischendurch umrühren.
- Die Kichererbsen über einem Sieb abgießen und unter kaltem Wasser gründlich abspülen. Gut abtropfen lassen und zum Gemüse in den Topf geben. Für weitere 10 Min. bei kleiner Hitze schmoren lassen. Tajine mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Den Koriander waschen und trocken schütteln. Blättchen und feine Stiele grob hacken.
- Tajine auf Teller verteilen und mit frisch gehacktem Koriander und Granatapfelkernen bestreut servieren. Dazu schmeckt gekochter Basmati- oder Jasminreis.

Beilagen zur Blumenkohl-Süßkartoffel Tajine
Die Tajine liebt Begleiter, die ihre Sauce aufsaugen. Gekochter Basmati- oder Jasminreis sowie Couscous oder Bulgur passen hervorragend dazu. Wer es rustikaler mag, nimmt frisches Fladenbrot zum Dippen. Ein Klecks griechischer Joghurt (oder veganer Soja-Joghurt), ein paar Spritzer Zitronen- oder Limettensaft sorgen am Tisch für zusätzliche Frische und geröstete Mandelblättchen für eine knusprige Komponente.
Aufbewahrung & Haltbarkeit
Wie die meisten Schmorgerichte schmeckt die Tajine aufgewärmt fast noch besser, da die Gewürze richtig durchziehen können. Luftdicht verschlossen hält sich die Tajine im Kühlschrank problemlos 3–4 Tage. Ihr könnt die Tajine auch wunderbar einfrieren, so ist sie etwa 3 Monate haltbar. Zum Auftauen einfach mit einem Schluck Wasser sanft im Topf erwärmen.
Lust auf leckere Schmorgerichte, die euch von innen wärmen? Dann probiert doch einmal diesen leckeren Auberginen-Eintopf oder das vegane Boeuf Bourguignon. Bon Appetit, ihr Lieben!














Ott meint
Kann ich die Gemüsebrühe auch ganz weg lassen oder wird es dann zu dick? Wenn ich Gemüsebrühe durch stückige Tomaten ersetzte, also die Menge erhöhe, ändert das was am Geschmack?
Sonja meint
Ohne Brühe wird der Eintopf zu dick. Du brauchts die Flüssigkeit, damit Blumenkohl und Süßkartoffeln schön weich garen können. Die Menge der Tomaten würde ich nicht erhöhen - es sei denn, du möchtest einen Tomaten-Eintopf haben. 😉
LG Sonja
Ott meint
Kann man Gemüsebrühe auch durch Wasser ersetzen? Und Aprikosen durch Datteln?
Sonja meint
Ja, das geht beides. Wenn Du Wasser statt der Gemüsebrühe nimmst, musst du ggf. etwas mehr würzen.
LG Sonja
Tia meint
Kann man die Kichererbsen mit etwas anderem ersetzen...? damit wäre mir sehr geholfen
Sonja meint
Du könntest zum Beispiel weiße, gegarte Bohnen (Cannellini-Bohnen) nehmen.
LG Sonja