Diese unglaublich einfache und dennoch so köstliche Pfirsich-Tarte vereint zarten Mürbeteig mit sonnengereiften Pfirsichen und einer guten Prise Zimt - viel mehr Zutaten braucht es kaum. Dank der von Natur aus süßen Pfirsiche kommt die Tarte mit wenig Zucker aus und die Butter verbindet sich beim Backen mit dem austretenden Fruchtsaft und sorgt dafür, dass die Tarte herrlich saftig und cremig wird.

Ich backe die Tarte am liebsten mit weißen Pfirsiche. Diese sind mild im Geschmack und haben eine besonders zarte Schale. Gelbe Pfirsiche oder Nektarinen funktionieren in diesem Rezept aber genauso gut. Ob als Dessert (mit einer Kugel Vanilleeis!) oder zu Kaffee und Kuchen – diese Tarte passt in jeden Sommer. Und wen diese Pfirsich-Tarte überzeugt, der sollte unbedingt auch den gedeckten Nektarinen-Blaubeerkuchen ausprobieren. Ebenfalls ein toller Sommerkuchen!
Weißer Pfirsich: Herkunft, Saison und Besonderheit
Wie alle Kulturpfirsiche, so stammt auch der weiße Pfirsich ursprünglich aus China, wo er bereits vor tausenden von Jahren kultiviert wurde. Über Persien und den Mittelmeerraum breitete er sich schließlich bis nach Europa aus, wo die Pfirsiche im Allgemeinen ein fester Bestandteil der Sommerfrüchte sind. Die Hauptsaison und Erntezeit für (weiße) Pfirsiche liegt in Europa zwischen Juli und September - genau die Zeit, in der man Lust auf leichte, fruchtige Sommerkuchen wie diese Pfirsich-Tarte bekommt. Das ist die Zeit, in der die Früchte sonnengereift geerntet werden und besonders saftig, süß und aromatisch sind.
Geschmacklich unterscheidet sich der weiße Pfirsich von seinem gelbfleischigen Kollegen durch eine etwas mildere und weniger säurebetonte Note sowie eine feinere, zartere Schale. Genau das macht ihn so ideal für diese Tarte: Die Pfirsiche müssen nicht geschält werden und der Geschmack bleibt dezent-fruchtig und harmoniert besonders schön mit den zarten Butter- und Mürbeteig-Aromen.

Pfirsiche: Klein, aber nährstoffreich
Neben ihrem Geschmack punkten Pfirsiche auch ernährungstechnisch auf ganzer Linie. Sie liefern ordentliche Mengen an Vitamin C sowie verschiedene B-Vitamine und sind zudem reich an den Mineralstoffen Kalium und Magnesium. Dazu kommt ein hoher Wassergehalt bei gleichzeitig niedrigem Kaloriengehalt – Pfirsiche sind also ein erfrischender und leichter Genuss für den Sommer.
In der Küche sind sie erstaunlich vielseitig einsetzbar. Wie so viele andere Früchte auch, schmecken reife Pfirsiche am besten pur, direkt vom Baum oder beim Einkauf auf dem Wochenmarkt. Aber sie machen sich auch hervorragend als fruchtige Komponente in Salaten, zum Beispiel in Kombination mit gebratenem Ziegenkäse und dem leicht nussig-bitteren Geschmack von Rucola. In der sommerlichen Backstube sind sie natürlich auch eine gern verwendete und äußerst beliebte Zutat, ganz egal ob in Kuchen, Muffins oder eben in dieser sommerlichen Pfirsich-Tarte.

So gelingt euch die perfekte Pfirsich-Tarte
Mit diesen kleinen, aber wirkungsvollen Tipps gelingt euch diese köstliche Pfirsich-Tarte garantiert:
- Reife Früchte verwenden: Je reifer und aromatischer die Pfirsiche, desto weniger Zucker braucht die Tarte – und desto intensiver wird der Geschmack.
- Dicht belegen: Die Pfirsichspalten sollten wirklich eng und leicht überlappend auf dem Mürbeteig liegen. So entsteht später kein leerer Raum, und der austretende Saft verteilt sich gleichmäßig über den Boden.
- Zimt oder Kardamom: Ein viertel Teelöffel Zimt reicht völlig aus, um die fruchtige Süße der Pfirsiche zu unterstreichen, ohne sie zu überdecken. Alternativ passt auch eine gute Prise Kardamom ganz hervorragend.
- Gesalzene Butter verwenden: Statt normaler Butter verleiht gesalzene Butter der Tarte einen besonders französischen, bretonischen Touch. Die feine Salznote unterstreicht die Süße der Pfirsiche und sorgt zusätzlich für die cremige, saftige Konsistenz, die diese Tarte so besonders macht.
- Andere Steinfrüchte ausprobieren: Statt weißer Pfirsiche eignen sich auch gelbe Pfirsiche oder Nektarinen für diese Tarte – das Grundrezept bleibt dasselbe.


Sommerliche Pfirsich-Tarte
Kochutensilien
- 1 große Schüssel
- 1 Tarte-Form ca. 26-28 cm Durchmesser
- 1 Nudelholz
Zutaten
Zutaten für den Mürbeteig
- 200 g Mehl Weizen Typ 405 oder Dinkel Typ 630
- 115 g kalte gesalzene Butter alternativ normale Butter und eine gute Prise Salz
- 3-4 EL sehr kaltes Wasser
Zutaten für den Belag
- 4-5 reife, weiße Pfirsiche
- 125 g Rohrzucker
- ¼ TL Zimt
- 40 g kalte, gesalzene Butter
- 20 g Mehl Weizen Typ 405 oder Dinkel Typ 630
Anleitungen
Zubereitung Mürbeteig
- Das Mehl in eine große Schüssel geben. Die kalte, gesalzene Butter in kleine Stücke schneiden und hinzufügen. Zunächst 3 EL sehr kaltes Wasser dazugeben. Alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten und geschmeidigen Teig verkneten. Sollte der Teig zu trocken sein, noch einen weiteren EL Wasser dazugeben. Sollte der Teig zu feucht und klebrig sein, noch 1-2 EL mehr Mehl hinzufügen.
- Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für 30 Min. im Kühlschrank kalt legen.
Zubereitung Belag
- Die Pfirsiche waschen, halbieren und entsteinen. Anschließend in dünne Spalten schneiden. Die Spalten in eine große Schüssel geben und mit dem Zucker und dem Zimt bestreuen.
- Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden. Das Mehl dazugeben und mit einer Gabel zerdrücken und vermischen. Zu den Pfirsichen geben und alles vorsichtig miteinander vermischen.
Die Tarte anrichten und backen
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Tarte-Form mit ca. 26-28 cm Durchmesser mit etwas Butter einfetten, anschließend mit Mehl oder Grieß bestäuben. Alternativ mit Backpapier auslegen.
- Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen. Zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie legen und mit Hilfe eines Nudelholzes auf Größe der Tarte-Form ausrollen. Teig in die vorbereitete Tarte-Form übertragen und am Rand etwas hochziehen.
- Nun die Pfirsichspalten kreisförmig von außen nach innen auf dem Teig verteilen. Die Pfirsichspalten dabei sehr eng bzw. leicht überlappend anordnen. Den restlichen Saft und die restliche Butter aus der Schüssel gleichmäßig über den Früchten verteilen.
- Die Tarte in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 35-40 Min. backen, bis Pfirsiche und Teig schön goldbraun gebacken sind.
- Die Tarte vor dem Anschneiden vollständig auskühlen lassen, damit sich die Flüssigkeit setzen kann.

Häufige Fragen zu Sommerliche Pfirsich-Tarte
Ja, absolut. Jede Art von Steinobst eignet sich für diese Tarte. Gelbe Pfirsiche und auch Nektarinen bringen eine etwas kräftigere, süß-säuerliche Note mit sich.
Nein, denn gerade die zarte Schale weißer Pfirsiche wird beim Backen weich und stört geschmacklich nicht. Wer eine besonders feine Konsistenz möchte, kann die Früchte kurz blanchieren und häuten – ein Muss ist das aber nicht.
Optional kann der Mürbeteig vor dem Belegen kurz "blind" vorgebacken werden. Das hilft, damit der Boden auch nach dem Kontakt mit dem austretenden Pfirsichsaft schön stabil bleibt.
Ja, absolut. Einfach die gesalzene Butter durch eine pflanzliche Alternative ersetzen. Und ggf. eine Prise Salz hinzufügen.
Auf jeden Fall! Der Mürbeteig ist einfach herzustellen und die Füllung besteht nur aus wenigen Zutaten. Zudem sind keine komplizierten Techniken nötig.

Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarkeit
Wie viele andere Obstkuchen auch, so schmeckt die Pfirsich-Tarte am besten ganz frisch zubereitet. Bei Raumtemperatur hält sie sich abgedeckt (z.B. mit einer Kuchenhaube oder Frischhaltefolie) an einem kühlen Ort von einem auf den anderen Tag. Da die Füllung durch den Fruchtsaft recht feucht ist, empfiehlt es sich, die Tarte spätestens nach einem Tag abgedeckt in den Kühlschrank zu stellen. Dort hält sie sich 2–3 Tage. Kurz vor dem Servieren sollte die Tarte am besten wieder Zimmertemperatur annehmen - so kommen Aroma und die cremige Konsistenz am besten zur Geltung. Auch zum Einfrieren ist diese Tarte geeignet. Dazu am besten in Stücke schneiden, einzeln einwickeln und bis zu 2 Monate einfrieren. Zum Auftauen einfach über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
Ihr habt Lust auf weitere sommerliche Kuchenrezepte? Probiert unbedingt auch einmal die Blaubeer-Vanille-Tarte-mit-Streuseln oder die einfache Kirsch-Tarte mit Vanille-Rahmguss. Bon Appetit!




Teile deine Erfahrung mit anderen Lesern. Wenn es Dir geschmeckt hat, freue ich mich über eine 5-Sterne Bewertung.