Das Bananenbrot und mich verbindet eine lange Geschichte. Schon meine Mutter bereitete Bananenbrot Anfang der 80er Jahre zu, wenn wieder einmal überreife Bananen in der Küche lagen, die so keiner mehr essen wollte. Während des ersten Lockdowns dann, in dem alle Welt ständig und überall nur noch Bananenbrot zu backen schien, war es selbst mir irgendwann zu viel. Monatelang wollte ich von Bananenbrot erst einmal nichts mehr hören, obwohl mir beinahe täglich neue Ideen und Rezepte dazu eingespielt wurden. Bis mir schließlich genau dieses Rezept wieder Lust darauf gemacht hat: Kokos-Bananenbrot, das nicht nur einen Hauch von Exotik mit sich bringt, sondern so unglaublich locker und fluffig schmeckt, dass Widerstand tatsächlich zwecklos ist.

Der wichtigste Tipp für ein richtig gutes Bananenbrot
Wenn ich euch nur einen Tipp für ein richtig gutes Bananenbrot mitgeben dürfte, dann diesen hier: Bananenbrot immer nur mit richtig reifen, eigentlich schon überreifen Bananen backen. Das ist definitiv das "A" und "O" und, wenn man so will, die wichtigste Zutat überhaupt.
Ich kenne das selber nur zu gut! Die Kinder rufen "Bananenbrot" oder man hat selber gerade so richtig Lust darauf, da greift man schon auch mal zu Bananen, deren Schale überwiegend gelb und vielleicht mit ein paar kleinen braunen Punkten versehen ist. Das kann man zwar machen, darf sich dann aber nicht wundern, wenn das Bananenbrot eher fad, statt intensiv bananig schmeckt.
Daher lautet die Faustregel: Je mehr braune Flecken, desto besser. Im Idealfall ist die Schale also mehr braun als gelb, gerne auch komplett dunkel. Das sieht zwar nicht wirklich appetitlich aus, aber zum Backen ist das genau der Zustand, den wir uns wünschen. Der Zucker in der Banane hat sich maximal entwickelt, die Stärke ist in natürliche Süße umgewandelt, und das Aroma ist am intensivsten. Und falls mal mehr überreife Bananen herumliegen, als in ein Bananenbrot passen: Daraus werden auch ganz wunderbare Blaubeer-Bananen-Muffins.

So gelingt euch das Kokos-Bananenbrot
Die Zubereitung ist herrlich unkompliziert: Trockene und feuchte Zutaten getrennt vorbereiten, vorsichtig vermischen, in die Form füllen, backen – fertig. Keine Hefe, kein Gehenlassen, kein Küchengeräte-Marathon.
Ein paar Kniffe gibt es trotzdem: Butter und Zucker zu einer hell-cremigen Masse aufschlagen, dann die Eier einzeln unterrühren und zum Schluss das Vanilleextrakt. In einer zweiten Schüssel das Mehl mit Backpulver, Salz und Kokosraspeln mischen – so verteilt sich das Backpulver gleichmäßig und das Brot geht schön auf.
Kleiner Knackpunkt: Wenn beide Mischungen aufeinandertreffen, nur so kurz und wenig wie möglich rühren. Gerade so lange, bis kein Mehl mehr zu sehen ist. Durch zu langes Rühren entwickelt das Mehl zu viel Gluten, und ruckzuck wird aus einem saftig-lockeren Teig ein eher zähes Bananenbrot. Kleine Mehlklümpchen sind dabei kein Problem, die verschwinden beim Backen. Ebenfalls wichtig: Die Backform großzügig einfetten, besonders in den Ecken, damit sich das Brot am Ende mühelos löst. Alternativ könnt ihr die Form auch mit etwas Backpapier auskleiden.


Kokos-Bananenbrot
Kochutensilien
- 2 große Schüsseln
- 1 Handrührgerät
- 1 Kastenform ca. 11x30 cm
Zutaten
Zutaten für das Kokos-Bananenbrot
- 240 g Mehl Weizen Typ 405
- 2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 50 g Kokosraspel
- 115 g Butter weich
- 100 g Rohrzucker
- 2 Bio-Eier Gr. M
- 1 TL Vanilleextrakt
- 3 Bananen überreif
- etwas Butter und Mehl/ Grieß für die Backform
Zutaten für den Guss (optional)
- 100 g Puderzucker
- 2 EL Kokosmilch
- 3-4 EL Kokosraspel in der Pfanne geröstet
Anleitungen
Zubereitung Kokos-Bananenbrot
- Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Backform mit etwas Butter einfetten und anschließend mit Mehl oder Grieß bestäuben. Alternativ die Backform mit Backpapier auskleiden.
- Das Mehl in ein Schüssel geben und mit dem Backpulver, Salz und den Kokosraspeln vermischen.
- In einer zweiten Schüssel die weiche Butter zusammen mit dem Zucker zu einer hell-cremigen Masse aufschlagen. Das geht am Besten mit den Quirlen des Handrührgerätes.
- Nacheinander die Eier unter die Butter-Zucker-Masse rühren, dann das Vanilleextrakt.
- Die Bananen schälen und mit einer Gabel zerdrücken. Zur Butter-Zucker-Ei-Mischung geben und unterrühren.
- Nun die trockenen Zutaten zu den feuchten Zutaten geben und alles nur kurz zu einem homogenen Teig verrühren. Den Teig anschließend die vorbereitete Backform füllen und glatt streichen.
- Bananenbrot in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 40-45 Min. backen. Sollte das Bananenbrot zu dunkel werden, mit etwas Alufolie oder Backpapier abdecken. Das Bananenbrot ist fertig, wenn beim Einstechen mit einem Holzstäbchens nur noch ein paar wenige Krümel daran haften bleiben.
- Das Bananenbrot zunächst in der Form, anschließend auf einem Gitter abkühlen lassen. Das Bananenbrot schmeckt pur, ihr könnt es auf Wunsch aber auch mit etwas Puderzucker bestäuben oder mit Zuckerguss versehen.
Zubereitung Zuckerguss (optional)
- Den Puderzucker mit der Kokosmilch glatt rühren. Über dem Bananenbrot verteilen und mit den gerösteten Kokosraspeln bestreuen. Vor dem Anschneiden fest werden lassen.

Häufige Fragen zu Kokos-Bananenbrot
Ja, das geht problemlos. Am besten ohne Zuckerguss und in einzelne Scheiben geschnitten in etwas Folie oder einen Gefrierbeutel verpacken. Zwischen die einzelnen Scheiben etwas Backpapier legen, so lassen sie sich später leichter voneinander trennen.
Die Bananen mit der Schale für 15-20 Min. bei 150 Grad in den Backofen legen, bis sie außen komplett schwarz und innen ganz weich sind. Anschließend kurz abkühlen lassen, die Schale entfernen und die Bananen zerdrücken. Fertig ist der Reife-Shortcut.
Grundsätzlich ja. Bei Vollkornmehl am besten nur die Hälfte der angegebenen Mehlmenge ersetzen, da das Bananenbrot sonst schnell zu trocken und schwer wird. Wer es ganz ohne Gluten mag, findet hier mein Schoko-Bananenbrot, vegan und glutenfrei.
Das passiert oft, wenn es zu früh aus dem Ofen kam oder der Teig zu lange gerührt wurde. Immer mit der Stäbchenprobe testen, bevor ihr das Bananenbrot aus dem Ofen nehmt.
Auf jeden Fall. 80–100 g gehackte Walnüsse oder dunkle Schokostückchen passen hervorragend zur Kokosnote. Wer es richtig schokoladig mag, sollte außerdem mein Nutella-Bananenbrot probieren.
Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarkeit
Das Kokos-Bananenbrot hält sich, luftdicht verpackt (Frischhaltefolie, Alufolie oder eine Dose), bei Zimmertemperatur 3–4 Tage. Im Kühlschrank verlängert sich die Haltbarkeit auf etwa 1 Woche, allerdings wird es dort auch etwas trockener. Vor dem Servieren könnt ihr es aber kurz in den Toaster stecken, das gibt dem Ganzen wieder etwas Pep.
Für die Gefriertruhe eignet sich das Bananenbrot ebenfalls hervorragend. Fest verpackt hält es sich dort bis zu 3 Monate. Zum Auftauen einfach bei Zimmertemperatur ein paar Stunden stehen lassen oder einzelne Scheiben direkt aus dem Gefrierfach in den Toaster geben.
Ihr könnt von Bananenbrot einfach nicht genug bekommen? Dann probiert unbedingt auch mein Bananenbrot mit Lemon Curd – die Kombination aus warmem Bananenbrot und selbstgemachter Zitronencreme gehört zu meinen absoluten Favoriten. Wer es lieber etwas schokoladiger mag, wird mein Bananenbrot mit Schokolade lieben.














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Sabine meint
Perfekte Mischung aus Kokos und Banane