Diese köstliche Blumenkohl-Caponata ist genau das Richtige für alle, die unkomplizierte Gerichte mit viel Geschmack lieben. Inspiriert von der klassischen sizilianischen Caponata, bei der Auberginen die Hauptrolle spielen, übernimmt hier aromatisch gerösteter Blumenkohl den Part des Gemüses. Das Ergebnis ist herrlich leicht, wunderbar aromatisch und überzeugt mit dem typisch mediterranen Spiel aus süßen, säuerlichen und salzigen Aromen.

Warum ich dieses Rezept liebe
Die Zubereitung ist im Grunde einfach. Man muss nicht lange am Herd stehen, denn der Blumenkohl gart bei diesem Rezept ganz entspannt im Ofen. Währenddessen verbinden sich Kapern, Oliven, Rosinen, Tomaten und Essig zu einer herrlich ausgewogenen Sauce, die den gerösteten Blumenkohl perfekt umhüllt. Ob warm als Beilage, lauwarm als Vorspeise oder kalt auf einer Scheibe knusprigem Brot – diese Blumenkohl-Caponata schmeckt in jeder Variante fantastisch.
Besonders gerne verwende ich bei diesem Rezept auch das Selleriegrün. Es bringt eine wunderbar frische, würzige Note ins Gericht und zeigt gleichzeitig, dass sich bei vielen Gemüsesorten fast alles verwerten lässt. Solltet ihr nur Staudensellerie ohne Blätter bekommen oder den Geschmack etwas milder mögen, könnt ihr stattdessen auch glatte Petersilie verwenden.
Falls ihr die klassische Variante kennenlernen möchtet, findet ihr auf Madame Cuisine natürlich auch mein Rezept für Caponata mit Auberginen – ein traditioneller sizilianisches Gericht, das ebenfalls ganz wunderbar schmeckt. Und wenn es etwas herbstlicher sein darf, kann ich euch außerdem meine Kürbis-Caponata empfehlen. Sie greift die gleichen typisch süß-säuerlichen Aromen auf und zeigt, wie vielseitig sich der sizilianische Klassiker mit saisonalem Gemüse interpretieren lässt.

Was ist Blumenkohl-Caponata?
Die klassische Caponata stammt aus Sizilien und gehört dort seit Generationen zu den beliebtesten Gemüsegerichten. Traditionell wird sie mit Auberginen zubereitet, die gemeinsam mit Tomaten, Sellerie, Kapern, Oliven, Rosinen und Essig geschmort werden. Die harmonische Kombination aus süß, sauer und salzig ist besonders charakteristisch und verleiht der Caponata ihren unverwechselbaren Geschmack.
In diesem Rezept kommt statt der Auberginen, die zum Garen relativ viel Öl benötigen, gerösteter Blumenkohl zum Einsatz. Durch das Rösten im Ofen entwickelt der Blumenkohl feine Aromen und bleibt außerdem angenehm bissfest. Das macht die Blumenkohl-Caponata insgesamt etwas leichter, aber genauso aromatisch wie das Original.
Caponata im Ofen zubereiten
Für die meisten klassischen Caponata-Rezepte werden die Auberginen zunächst portionsweise mit relativ viel Olivenöl in der Pfanne angebraten. Das schmeckt zwar hervorragend, ist jedoch auch relativ zeitintensiv.
Bei dieser Blumenkohl-Caponata übernimmt der Backofen die Arbeit. Der in kleine Röschen geteilte Blumenkohl wird zusammen mit in Spalten geschnittener roter Zwiebel und schräg in Scheiben geschnittenem Stangensellerie goldbraun geröstet. Dabei entwickelt das Gemüse ein besonders intensives Aroma. Gleichzeitig spart ihr Zeit und könnt euch entspannt um die übrigen Zutaten kümmern.
Ein weiterer Vorteil: Der Blumenkohl nimmt die würzige Sauce später besonders gut auf, ohne dabei matschig zu werden. So bleibt das Gericht angenehm leicht und bekommt dennoch seinen typisch mediterranen Geschmack.


Blumenkohl-Caponata
Kochutensilien
- 1 Schneidebrett + Messer
- 1 tiefes Backblech oder eine große ofenfeste Form
Zutaten
- 400 g Blumenkohl in kleine Röschen zerteilt
- 1 große rote Zwiebel am besten die Sorte "Tropea"
- 3 Stangen Staudensellerie mit Grün
- 2 EL Olivenöl + extra zum Servieren
- 2 EL Apfelessig
- 400 g stückige Tomaten aus der Dose
- 50 g Oliven ohne Stein
- 2 EL Rosinen
- 1 EL Kapern
- 1 EL Balsamico
- Salz, Pfeffer
Anleitungen
- Den Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Zwiebel schälen und der Länge nach halbieren. Jede Hälfte längs in ca. 2 cm breite Spalten schneiden. Sellerie putzen (das Grün für später aufheben), gründlich waschen und schräg in ca. 2 cm dicke Scheiben schneiden. Alles zusammen mit den Blumenkohl-Röschen auf ein tiefes Backblech oder eine andere große ofenfeste Form geben.
- 2 EL Olivenöl und 2 EL Apfelessig dazugeben und alles mit Salz und Pfeffer würzen. Gründlich durchmischen und das Gemüse in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 25 Min. rösten. Zwischendurch einmal umrühren.
- Die Temperatur des Ofens auf 200 Grad reduzieren.
- Die Oliven halbieren oder in Scheiben schneiden. Zusammen mit den stückigen Tomaten, Rosinen und Kapern zu dem Gemüse geben. Alles gut miteinander vermengen. Sollte das Gemüse zu trocken wirken, 1-2 EL Wasser untermischen. Alles für weitere 20-25 Min. garen, bis das Gemüse weich ist.
- Das Selleriegrün waschen, trocken tupfen und grob hacken.
- Die Caponata aus dem Ofen nehmen und 1 EL Balsamico untermischen. Noch einmal abschmecken und mit dem gehackten Selleriegrün bestreut servieren. Dazu passt frisches Ciabatta oder ein gutes Sauerteigbrot.

Zero Waste mit Selleriegrün
Besonders aromatisch wird diese Blumenkohl-Caponata durch die Verwendung von Selleriegrün. Die feinen Blätter bringen eine würzige Frische ins Gericht und passen hervorragend zu Kapern, Oliven und Tomaten. Zusätzlich ist das Selleriegrün besonders nährstoffreich und enthält vor allem die Vitamine C und K, die Mineralstoffe Kalzium, Kalium und Magnesium sowie wertvolle Antioxidantien und ätherische Öl dank der sekundären Pflanzenstoffe.
Das Rezept ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie einfach sich das gesamte Gemüse verwenden lässt. Statt das Selleriegrün wegzuwerfen, wird es fein gehackt und erst kurz vor dem Servieren untergehoben oder über die Caponata gestreut. Eine andere köstliche Möglichkeit zur Verwertung von Selleriegrün ist dieses herrlich aromatische Selleriegrün-Pesto, was sich wunderbar auch auf Vorrat zubereiten lässt.
Solltet ihr nur Staudensellerie ohne Blätter bekommen oder den Geschmack etwas dezenter mögen, könnt ihr das Selleriegrün problemlos durch glatte Petersilie ersetzen.

Häufige Frage zu Blumenkohl-Caponata
Ja, sogar sehr gut. Wie viele mediterrane Schmorgerichte schmeckt auch die Blumenkohl-Caponata nach einigen Stunden oder am nächsten Tag oft noch aromatischer.
Ja. Sie schmeckt warm als Beilage zu Pasta oder gegrilltem Gemüse, lauwarm als Vorspeise und kalt auf geröstetem Brot oder als Teil eines sommerlichen Buffets.
Ja. Falls euer Sellerie keine Blätter mehr hat oder euch das Aroma zu intensiv ist, eignet sich glatte Petersilie hervorragend als Alternative.
Zum Servieren passen geröstete Pinienkerne oder Mandelblättchen, die für zusätzlichen Biss sorgen. Wer mag, hobelt etwas Pecorino oder Parmesan darüber und serviert die Caponata mit geröstetem Brot, zu Pasta oder als sommerliche Beilage.
Ja, das Grundrezept ist komplett vegan. Zum Servieren sollte für eine rein vegane Mahlzeit jedoch auf den gehobelten Pecorino oder Parmesan verzichtet werden.
Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich die Blumenkohl-Caponata in einer luftdicht verschließbaren Dose etwa 3-4 Tage. Vor dem Servieren sollte die Caponata auf Zimmertemperatur gebracht oder vorsichtig erwärmt werden.
Zum Einfrieren ist die Caponata ebenfalls geeignet. Zwar wird der Blumenkohl nach dem Auftauen etwas weicher, geschmacklich ändert das jedoch rein gar nichts. Mein Tipp: kurz vor dem Servieren noch ein wenig hochwertiges Olivenöl über die Caponata träufeln. Bon Appetit!




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