Draußen werden die Tage langsam kürzer und der Herbst zeigt sich von seiner schmuddeligen und nasskalten Seite. Zeit für ein köstlich cremiges Risotto, zum Beispiel mit Kürbis und getrockneten Steinpilzen. Mehr Herbst geht nicht, zumindest nicht im Topf.

Risotto esse ich für mein Leben gerne! Ich koche es oft und - wie ich finde - mittlerweile auch richtig gut. Nach anfänglichen zwar nicht wirklich misslungenen, aber auch nicht unbedingt genießbaren Risotto-Versuchen, habe ich mich kürzlich einmal gefragt, was es eigentlich braucht, um ein perfektes Risotto zu zaubern?
Dabei herausgekommen sind 5 Punkte, die ich hier für Euch zusammengefasst habe:
- Man muss nicht immer die teuersten Zutaten kaufen, zumal teuer nicht unbedingt mit "gut" gleichzusetzen ist. Die Qualität der Zutaten spielt meiner Erfahrung nach aber eine große Rolle. Das ist bei vielen Gerichten so, vor allem aber bei Risotto! Achtet beim Reis darauf, dass ihr Sorten wie Arborio, Vialone oder Carnaroli verwendet. Nur diese Sorten enthalten genügend Stärke, die beim Kochen freigesetzt wird. Die Stärke verhilft dem Risotto zu seiner sämig, cremigen Konsistenz, während die Körner bissfest bleiben.
- Da man beim Risotto kochen viel Zeit mit Rühren verbringt bzw. verbringen muss, ist es hilfreich, wenn vor Kochbeginn bereits alle Zutaten vorbereitet sind. Wiegt den Reis ab, schneidet Gemüse und sonstige Zutaten klein, reibt den Käse und erhitzt die Brühe.
- Die beim Kochen zugeführte Brühe sollte in etwa die gleiche Temperatur haben, wie der Reis und seine Zutaten im Topf. Nur so kann der Reis langsam und gleichmäßig garen. Zu kalte Flüssigkeit verzögert den Kochvorgang und lässt den Reis am Ende pampig werden. Bei zu heißer Flüssigkeit besteht die Gefahr, dass z.B. Gemüse schnell verkocht, während der Reis selber noch hart ist.
- Wichtigstes und oberstes Gebot beim Risotto kochen: rühren, rühren, rühren! Da die Flüssigkeit langsam und nach und nach zugeführt wird, brennt Risotto schnell am Topfboden an und eine verbrannte Note im Risotto will niemand haben.
- Zu guter Letzt: ein Risotto sollte immer ein paar Minuten "ruhen" bevor es serviert wird. Also, Herd aus, Deckel drauf und dem Reis einen kurzen Moment geben, bevor man ihn auf am besten vorgewärmte Teller füllt.
Guten Risotto-Reis bekommt ihr z.B. im Online Shop von Hagen Grote. Auch die zum Kochen verwendete Brühe sollte von feinster Qualität sein. Wer Zeit hat, setzt selber einen entsprechenden Gemüse- oder Hühnerfond an; aber auch hier bietet Hagen Grote vorzügliche Fonds in verschiedenen Geschmacksrichtungen an.



Steinpilz-Kürbis-Risotto
Kochutensilien
- 1 Schneidebrett + Messer
- 1 großer Topf mit Deckel am besten gusseisern
- 1 kleiner Topf
Zutaten
- 20 g getrocknete Steinpilze
- 500 g Kürbis z.B. Hokkaido oder Butternut
- 2 Schalotten
- 250 g Risotto-Reis z.B. Arborio oder Vialone
- 1 EL Butter
- 1 EL Olivenöl
- 100 ml trockener Weißwein
- ca. 700 ml Gemüsefond oder -brühe
- 4 EL frisch geriebener Parmesan + etwas extra zum Servieren
- Salz und Pfeffer
- 1 handvoll frische Salbeiblätter optional (alternativ Schnittlauch oder Petersilie)
Anleitungen
- Die getrockneten Steinpilze in eine kleine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen, anschließend das Wasser abgießen und auffangen. Die Steinpilze grob hacken.
- Den Kürbis entkernen, waschen und in kleine Würfel schneiden. Der Vorteil beim Hokkaido - man kann die Schale mitessen!
- Die Schalotten schälen und fein würfeln. Den Gemüsefond oder die Brühe zusammen mit dem Einweichwasser der Pilze in einem kleinen Topf erhitzen.
- In einem großen (gusseisernen)Topf die Butter zusammen mit dem Olivenöl erhitzen. Die Schalotten darin für 1-2 Min. andünsten bis sie glasig und weich sind. Anschließend den Risotto-Reis hinzufügen und rühren, bis die Reiskörner vollständig mit Fett überzogen sind und leicht glasig aussehen. Bereits jetzt kommen auch Kürbis und Steinpilze dazu. Alles gut verrühren und mit einem Schuss Weißwein ablöschen.
- Kürbis und Steinpilze hinzufügen, kurz unterrühren und mit dem Weißwein ablöschen. Langsam und gleichmäßig rühren, bis der Wein fast vollständig verkocht ist.
- Nun nach und nach die heiße Brühe hinzufügen - am besten mit einer Schöpfkelle. Immer wieder rühren, damit sich nichts am Boden des Topfes ansetzt. Neue Brühe hinzufügen, sobald Reis und Gemüse die Flüssigkeit aufgenommen haben. So weiter verfahren, bis der Reis gar ist, aber noch ein wenig Biss hat. Das dauert ca. 20-25 Minuten.
- Risotto kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken und den geriebenen Parmesan unterrühren, ggf. auch noch einen kleinen Schluck Brühe. Den Herd ausschalten und das Risotto bei geschlossenem Deckel noch ein paar Minuten ruhen lassen. drauf und während das Risotto ruht, könnt ihr nach Belieben ein paar Salbeiblätter in Butter frittieren. Sie passen ganz hervorragend zu diesem herbstlichen Risotto.
- Währenddessen könnt ihr nach Belieben ein paar Salbeiblätter in Butter frittieren. Sie passen ganz hervorragend zu diesem herbstlichen Risotto.
- Das Risotto auf Teller verteilen und mit den frittierten Salbeiblättern und etwas frisch geriebenem Parmesan servieren. Falls ihr keinen Salbei mögt oder zur Hand habt, könnt ihr auch etwas frisch gehackte Petersilie oder Schnittlauchröllchen über das Risotto streuen.













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