Dieses cremige Risotto mit würzigem Rucola-Pesto und karamellisierten Walnüssen ist pures Soulfood. Zwar braucht man für die Zubereitung von einem leckeren Risotto ein klein wenig Geduld und Hingabe, dafür kann das Pesto bereits im Vorfeld zubereitet und für ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Die karamellisierten Walnüsse passen hervorragend zu dem von Haus aus leicht bitteren und etwas scharfen Rucola und setzen diesem Risotto das sprichwörtliche Sahnehäubchen auf. Bon Appetit!

Risotto mit Rucola-Pesto
Ganz egal, ob ihr dieses Rezept nur für euch alleine kocht oder ihr euch liebe Freunde zum Abendessen an den Küchentisch holt - mit diesem unglaublich leckeren Risotto liegt ihr auf jeden Fall immer richtig! Es ist überhaupt nicht kompliziert, macht ordentlich etwas her und erfordert lediglich ein klein wenig Geduld und Hingabe.
Das Pesto könnt ihr gut im Voraus zubereiten. Luftdicht verschlossen und mit etwas Olivenöl bedeckt hält es sich ohne Probleme für 3-4 Tage im Kühlschrank. Zudem schmeckt es nicht nur in diesem Risotto, sondern auch mit einer Portion Nudeln vermischt unglaublich lecker.
Wenige Zutaten für das Rucola-Pesto
Rucola: Ich verwende für dieses Pesto gerne zarten Baby-Rucola, dessen Blätter und Stiele feiner sind. Ihr könnt aber auch "ausgewachsenen" Rucola verwenden, der häufig im Bund verkauft wird. Hier solltet ihr jedoch die harten Stiele entfernen. Grundsätzlich achte ich hier auf regionale und saisonale Ware. Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Bitterstoffe - Rucola wirkt entzündungshemmend, stärkt das Immunsystem und fördert die Verdauung!
Babyspinat: Der Babyspinat ist weitaus milder als die Rauke. Er sorgt dafür, dass das Pesto am Ende nicht bitter schmeckt und überzeugt sowohl mit seinen Nährstoffen, als auch mit seiner leuchtend grünen Farbe.
Walnusskerne: Die Walnusskerne entfalten ihr Aroma besonders gut wenn sie zuvor in einer Pfanne etwas angeröstet werden. Das gelingt am besten in einer beschichteten Pfanne und ohne die Zugabe von Fett. Die Hitze sollte nicht zu hoch gedreht werden und am besten bleibt ihr dabei stehen und rührt ab und zu um, damit die Walnüsse nicht schwarz werden.
Hefeflocken, Zitronensaft und Olivenöl: Hefeflocken sind nicht nur proteinreich, sondern sorgen zudem für einen leicht käsigen Geschmack. Zitronensaft sorgt für etwas Frische und außerdem dafür, dass das Pesto seine leuchtend grüne Farbe behält. Das Olivenöl sollte hier von bester Qualität sein. Je hochwertiger das Olivenöl, desto feiner und besser schmeckt das Pesto.


Risotto mit Rucola-Pesto und Walnuss
Kochutensilien
- 1 Schneidebrett + Messer
- 1 beschichtete Pfanne
- 1 Stabmixer + hohes Gefäß
- 1 großer Topf mit Deckel am besten gusseisern
- 1 kleiner Topf
Zutaten
Für das Rucola-Pesto
- 100 g Rucola
- 50 g Babyspinat
- 2 EL Walnusskerne
- 2 EL Hefeflocken
- 1 EL Zitronensaft
- ca. 70 ml Olivenöl
- ½ TL Meersalz
Für das Risotto
- 1-2 Schalotten
- 1 Zehe Knoblauch
- 150 g Risotto-Reis z.B. Arborio
- 1 EL Olivenöl
- 125 ml trockener Weißwein
- ca. 400 ml Gemüsebrühe
- Salz, Pfeffer
Für die karamellisierten Walnüsse
- 50 g Walnusskerne
- 1 TL Ahornsirup
Anleitungen
Zubereitung Rucola-Pesto
- Die Walnusskerne grob hacken und in einer beschichteten Pfanne ohne die Zugabe von Fett unter rühren goldbraun rösten. Pfanne vom Herd nehmen und die Walnüsse etwas abkühlen lassen.
- Rucola und Babyspinat waschen und gut trocken schütteln. Alternativ in der Salatschleuder trocken schleudern. Allzu feste oder dicke Stiele von Rucola und Spinat entfernen. Blätter grob hacken und in ein hohes Gefäß geben.
- Walnusskerne, Hefeflocken, Zitronensaft und das Olivenöl hinzufügen und alles mit dem Stabmixer zu einem cremigen Pesto pürieren. Das Pesto sollte von der Konsistenz her leicht vom Löffel tropfen. Ist es noch zu dick, 1-2 EL sehr kaltes Wasser hinzufügen. Pesto mit Salz abschmecken und zur Seite stellen.
Für das Risotto
- Die Gemüsebrühe in einem kleinen Topf erhitzen.
- Schalotte und Knoblauch schälen und fein hacken. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und zunächst die Schalotte unter rühren und bei mittlerer Hitze darin andünsten, bis sie schön weich ist. Das dauert ca. 4-5 Min. Knoblauch hinzufügen und kurz mit andünsten.
- Risotto-Reis in den Topf geben und unterrühren, bis alle Reiskörner mit Fett überzogen sind. Alles mit dem Weißwein ablöschen und köcheln lassen, bis der Wein fast vollständig verkocht ist. Zwischendurch umrühren.
- Nun nach und nach von der heißen Gemüsebrühe zum Reis geben. Dabei immer wieder rühren, damit der Reis nicht am Boden des Topfes kleben bleibt. Neue Brühe hinzufügen, sobald der Reis die vorhandene Flüssigkeit aufgenommen hat.
- So weiter verfahren, bis der Reis al dente ist, also weich ist, aber noch ein klein wenig Biss hat. Das dauert ca. 20-25 Min. Sobald der Reis gar ist, 2-3 EL von dem Rucola-Pesto (oder mehr, je nach gewünschter Intensität) unter den Reis rühren. Risotto mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann den Deckel auf den Topf legen und das Risotto bei ausgeschaltetem Herd 3-4 Min. ruhen lassen.
Für die karamellisierten Walnüsse
- Die Walnusskerne hacken und in einer beschichteten Pfanne unter Rühren für 2-3 Min. rösten. Ahornsirup dazugeben und alles für weitere 1-2 Min. rösten. Pfanne vom Herd nehmen.
Zum Servieren
- Risotto auf Teller verteilen und mit den karamellisierten Walnüssen bestreut servieren. Cremiger Mozzarella oder Ziegenkäse passen ebenfalls sehr gut dazu.

Hinweise zum Risotto
Meine Liebe zu Risotto ist riesig! Die Lombardei, insbesondere die Region rund um Mailand, gilt als die Ursprungsregion des Risotto. Der Legende nach, kochte ein italienischer Maler, Valerius, im 14. Jahrhundert ein Gericht mit Reis, Safran und Kräutern, angeblich um die Farben seiner Kunstwerke zu imitieren. Und ja, auch für mich ist ein gutes Risotto wie ein Kunstwerk auf dem Teller!
Entscheidend für die Zubereitung eines Risotto ist vor allem die Reissorte. Denn nicht jeder Reis ist hierfür geeignet. Wichtig ist vor allem ein Rundkornreis, der die heiße Flüssigkeit gleichmäßig von allen Seiten aufnimmt. Zu den gängigsten Risotto-Reissorten gehören Arborio, Vialone und Carnaroli. Im Gegensatz zu Basmati oder Langkornreis, sollte Risotto-Reis vor dem Kochen nicht gewaschen werden. Man würde dadurch einen Großteil der enthaltenen Stärke entfernen, die jedoch wichtig ist, damit das Risotto am Ende so richtig schön cremig wird.
Während des Kochvorgangs wird dem Reis nach und nach heiße Brühe hinzugefügt. Das ist der Punkt, an dem man sich in Geduld üben muss, denn dem Reis wird immer nur so viel Flüssigkeit hinzugefügt, dass er gerade so damit bedeckt ist. Hat der Reis die Flüssigkeit aufgenommen, gibt man neue Brühe dazu und zwar so lange, bis der Reis al dente, also bissfest, ist. Dabei ist es immens wichtig, dass die hinzugefügte Brühe heiß ist, damit der Garvorgang nicht immer wieder aufs Neue unterbrochen wird.
Mindestens genauso wichtig ist das stetige und fast schon meditative Rühren des Risottos. Die erforderliche Hingabe, die ein gutes Risotto braucht. Man fügt dem Reis Flüssigkeit hinzu, rührt, wartet und - wiederholt diese Vorgang bis das Risotto fertig ist. Ein 20-25 Minuten andauernder Rhythmus, der am Ende ein köstlich cremiges Risotto auf den Tisch bringt!













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