Salate liebe ich schon seit meiner Kindheit, denn sie sind vielfältig, bunt und lassen sich wunderbar vorbereiten. Dieser Rotkohl-Linsensalat mit Granatapfel gehört zu meinen herbstlichen Favoriten: Grüne Oliven sorgen für die würzige Note, die Granatapfelkerne für Frische und Frucht. Kein Stress am Herd, nur noch anrichten und genießen. Bon appétit!

Rotkohl-Linsensalat: herbstlich und farbenfroh, würzig und fruchtig
In diesem Salat harmonieren die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen der Zutaten ganz besonders gut. Die leicht erdige Note der Linsen passt hervorragend zum fein geraspelten, leicht süßlichen Rotkohl, der zusätzlich mit seiner leuchtenden Farbe glänzt. Grüne Oliven sorgen für Würze, die gerösteten Sonnenblumenkerne für Knusper und die frische Petersilie ist nicht nur ein optischer Hingucker, sondern bringt auch eine frische, leicht herbe Note mit.
Die Granatapfelkerne sorgen für die fruchtige Komponente, und das Dressing aus Zitronensaft, Ahornsirup, Olivenöl und Sumach schmeckt angenehm säuerlich-süß. Es hält alle Zutaten zusammen, ohne die einzelnen Aromen zu überdecken. Und weil die Linsen aus der Dose kommen, ist der Salat auch schnell gemacht: kein Einweichen, kein Kochen, nur abspülen und gut abtropfen lassen. Ganz nebenbei ist er auch noch vegan.

Rotkohl dünsten statt roh: So wird der Salat bekömmlicher
Nicht jeder verträgt rohen Rotkohl, und dazu gehöre auch ich. Deshalb dünste ich ihn für diesen Salat kurz in der Pfanne an. Er wird dadurch zarter und bekömmlicher, behält aber noch etwas Biss.
Dafür den Rotkohl in sehr feine Streifen schneiden oder fein raspeln, anschließend gründlich waschen und gut abtropfen lassen. Dann mit einer guten Prise Salz in etwas Olivenöl anbraten und mit einem Schuss Wasser und ein wenig Zitronensaft zugedeckt 5 bis 8 Minuten garen. Der Zitronensaft sorgt dafür, dass der Rotkohl seine schöne rote Farbe behält und sich nicht bläulich-grau verfärbt. Den Rotkohl nach dem Garen abkühlen lassen, bevor ihr ihn mit den restlichen Zutaten zusammenbringt.
Wenn ihr Kohl mögt, findet ihr in meiner Rubrik Kohl-Rezepte viele weitere Ideen für die Saison.

Sumach - das säuerliche Gewürz aus dem Nahen Osten
Sumach (auch Sumak) ist ein dunkelrotes Gewürz aus den getrockneten und gemahlenen Beeren des Gerber-Sumachs (Rhus coriaria). Es schmeckt fruchtig-säuerlich, ein wenig zitronig, aber ohne Schärfe. Man kennt es vor allem aus der Küche Vorderasiens, wo es über Salate, Zwiebeln, Gegrilltes und Hummus gestreut wird.
In diesem Rotkohl-Linsensalat gibt Sumach dem Dressing eine feine Säure und eine schöne rote Farbe. Ihr bekommt ihn in türkischen und orientalischen Lebensmittelgeschäften, in gut sortierten Supermärkten oder online. Solltet ihr kein Sumach zur Hand haben, könnt ihr das Dressing mit einer Prise edelsüßem Paprikapulver sowie etwas abgeriebener Zitronenschale würzen. Das schmeckt nicht ganz identisch, kommt dem Sumach-Aroma aber recht nahe.

Rotkohl-Linsensalat
Kochutensilien
- 1 Schneidebrett
- 1 großes Messer
- 1 große beschichtete Pfanne
- 1 Sieb zum Abgießen
- 1 leeres Glas mit Schraubverschluss
Zutaten
Zutaten für den Salat
- 200 g Rotkohl
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL Zitronensaft
- Salz
- 1 Dose Linsen ca. 265 g Abtropfgewicht
- 70 g grüne Oliven ohne Stein
- 70 g Sonnenblumenkerne
- ½ Bund glatte Petersilie
- 70 g Granatapfelkerne
Zutaten für das Dressing
- ½ Zitrone Saft
- 1 EL Ahornsirup
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Sumach gehäuft
- 1-2 EL kaltes Wasser
- Salz, Pfeffer
Anleitungen
Zubereitung Salat
- Die Sonnenblumenkerne in einer beschichteten Pfanne ohne die Zugabe von Fett goldbraun rösten. Das dauert ca. 5 Min., dabei immer wieder umrühren und aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
- Den Rotkohl putzen und mit einem großen Messer in sehr feine Streifen schneiden. Alternativ mit der Mandoline fein raspeln. In ein Sieb geben und unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen. Anschließend gut abtropfen lassen.
- Das Olivenöl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen und den Rotkohl darin mit einer guten Prise Salz kurz anbraten. 2-3 EL Wasser und 1 TL Zitronensaft dazugeben und zugedeckt ca. 5-8 Min. dünsten, bis er weich ist, aber noch etwas Biss hat. Pfanne vom Herd nehmen und den Rotkohl etwas abkühlen lassen.
- Die Linsen über einem Sieb abgießen, gründlich mit kaltem Wasser durchspülen und gut abtropfen lassen.
- Die Oliven in Scheiben schneiden, die Petersilie waschen und trocken schütteln, die Blättchen anschließend abzupfen und nicht zu fein hacken.
- Alle Zutaten für den Salat in eine große Schüssel geben.
Zubereitung Dressing
- Alle Zutaten für das Dressing, bis auf Salz und Pfeffer, in ein leeres und sauberes Glas mit Schraubverschluss geben. Den Deckel feste zudrehen und alles zu einem homogenen Dressing schütteln.
- Dressing mit Salz und Pfeffer abschmecken, über den Salat geben und alle Zutaten vorsichtig miteinander vermischen. Auf Teller verteilen und sofort servieren.

Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarkeit
Im Kühlschrank hält sich der Salat in einer gut verschlossenen Dose bis zu zwei Tagen. Falls ihr den Salat vorbereiten möchtet, empfiehlt es sich, das Dressing, die Sonnenblumenkerne und die Granatapfelkerne getrennt aufzubewahren und erst kurz vor dem Servieren mit den restlichen Zutaten zu vermischen. So bleibt alles schön frisch und knackig. Zum Einfrieren eignet sich der Salat nicht.
Wozu passt der Rotkohl-Linsensalat?
Der Rotkohl-Linsensalat ist recht sättigend und schmeckt wunderbar zu frischem Baguette oder einer Scheibe Sauerteigbrot. Besonders gut passen gebratener Ziegenkäse oder Halloumi, deren warme Würze mit dem fruchtigen Granatapfel harmoniert. Auch Fladenbrot mit Hummus oder Falafel schmeckt dazu hervorragend.

Häufige Fragen zum Rotkohl-Linsensalat
Wenn ihr den Rotkohl roh gut vertragt, geht das auf jeden Fall. Den Rotkohl dafür sehr fein schneiden oder hobeln und mit etwas Zitronensaft und Salz weich kneten. Gedünstet ist er jedoch bekömmlicher.
Braune Linsen aus der Dose sind am praktischsten, weil sie bereits gegart sind. Auch Tellerlinsen oder Berglinsen funktionieren. Rote Linsen zerfallen beim Garen und sind für diesen Salat eher nicht geeignet. Tipp: Noch mehr Ideen mit Linsen findet ihr in meiner Sammlung mit Linsensalat-Rezepten.
Eine Prise edelsüßes Paprikapulver und etwas abgeriebene Zitronenschale sind ein guter Ersatz. Geschmacklich ist es nicht ganz dasselbe, kommt dem Sumach-Aroma aber recht nahe.
Ja. Alle Zutaten sind pflanzlich, auch das Dressing kommt dank Ahornsirup ohne Honig aus. Wenn ihr Käse dazu serviert, ist der Salat natürlich nicht mehr vegan.
Beides funktioniert. Fertig ausgelöste Kerne sparen Zeit und sind mittlerweile in vielen Supermärkten erhältlich, meist im Kühlregal. Bei einer frischen Frucht schneidet ihr den Granatapfel ein und brecht ihn unter Wasser in einer großen Schüssel auseinander: Die Kerne sinken zu Boden, die weißen Häutchen schwimmen oben und lassen sich abschöpfen. In beiden Fällen die Kerne gut abtropfen lassen und erst kurz vor dem Servieren unterheben.
Euch hat der Salat geschmeckt und ihr wollt weitere sättigende Salatrezepte ausprobieren? Dann kann ich euch den Dinkelsalat mit Rotkohl und Feta und den Linsensalat mit ofengegarter roter Bete empfehlen.













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