Bekannt aus dem TV-Klassiker "Dinner for One" ist die Mulligatawny Suppe nicht nur ein Kult-Gericht, sondern das beste Beispiel für die Fusion-Küche der Kolonialzeit. Die aromatische Curry-Suppe ist ein exotischer Klassiker, der die Indische Küche mit der Englischen vereint. Die ursprünglich einfache und scharfe Brühe, wurde im 18. Jahrhundert von Indischen Köchen für Britische Kolonialbeamte durch die Zugabe von Fleisch, Gemüse und Linsen zu einer sättigenden Mahlzeit nach europäischem Vorbild ergänzt. Hier findet ihr eine vegetarische Variante, die einfach zuzubereiten ist und garantiert nicht nur an Silvester schmeckt. Bon Appetit!

Die wichtigsten Zutaten für einen authentischen Geschmack
Wie für so viele andere Rezepte auch, so gibt es auch für die Mulligatawny Suppe nicht das "einzig wahres Rezept". Würzig-scharf, fruchtig-süß und schön cremig - genau dadurch zeichnet sich der einzigartige Geschmack der Suppe aus. Die Suppe ist meist dickflüssig und sättigend und wird entweder pur oder mit gekochtem Basmati-Reis serviert.
Basis der Suppe: Basis der Suppe ist eine Hühner- oder Gemüsebrühe. Angereichert wird die Brühe in der Regel mit roten Linsen, die beim Kochen zerfallen und dafür sorgen, dass die Suppe schön dickflüssig wird.
Gewürze: Currypulver, Kurkuma, Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer und Knoblauch finden sich fast in allen Rezepten. Zimtstange und Nelken, die man nach dem Kochen entfernt, sorgen für ein zusätzliches Aroma.
Fruchtige Note: Etwas Apfel oder Mango sorgen für eine milde Süße und fruchtige Note und balancieren die Schärfe des Currys aus.
Zum Servieren: Die Mulligatawny Suppe serviert ihr am besten mit frischem Koriander. Geröstete Kokosflocken, ein Klecks Joghurt sowie gekochter Basmati-Reis passen ebenfalls sehr gut und setzen der Suppe das geschmackliche i-Tüpfelchen auf.



Mulligatawny Suppe - bekannt aus Dinner for One
Kochutensilien
- 1 Schneidebrett + Messer
- 1 großer Topf mit Deckel
- 1 Stabmixer
Zutaten
- 1 EL Kokosöl
- 1 Zwiebel
- 1 Zehe Knoblauch
- 2 cm Ingwer
- 1 Zimtstange
- 3 Nelken
- 1 TL zerstoßene Koriandersamen
- 1 TL Kreuzkümmel
- ½ TL Kurkuma
- ½ TL Curry
- 100 g Karotte
- 200 g Kartoffel
- 1 kleiner Apfel z.B. Elstar
- 115 g rote Linsen
- 650-700 ml Gemüsebrühe
- Salz, Pfeffer
- ½ Limette Saft
Zum Servieren
- ½ Bund Koriander
- Griechischer Sahnejoghurt
- 2 EL geröstete Kokosflocken
Anleitungen
- Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Karotte, Kartoffel und Apfel schälen, waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Linsen in ein Sieb geben und unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen.
- Das Kokosöl in einem Topf erhitzen und zunächst die Zwiebeln unter Rühren für 3-4 Min. glasig anschwitzen. Anschließend Knoblauch und Ingwer dazugeben und für 1-2 Min. mit anschwitzen.
- Gewürze hinzufügen und für 1 Min. einrühren, dann die klein gewürfelte Karotte, Kartoffel sowie den Apfel dazugeben. Ggf. einen kleinen Schuss Wasser in den Topf geben, falls ihr das Gefühl habt, dass alles am Boden des Topfes festzukleben droht.
- Linsen und die Brühe in den Topf geben und alles einmal kurz aufkochen. Anschließend die Hitze reduzieren und die Suppe bei schräg aufgelegtem Deckel ca. 30 Min. leicht köcheln lassen, bis das Gemüse und die Linsen weich sind. Ggf. noch ein klein wenig Brühe hinzufügen, je nachdem wie stark die Linsen die Flüssigkeit aufnehmen.
- Sobald die Linsen und das Gemüse weich sind, die Zimtstange und die Nelken entfernen. Die Suppe (oder nur einen Teil davon) mit einem Stabmixer schön cremig pürieren und mit Salz, Pfeffer und etwas Limettensaft abschmecken.
- Die Suppe auf Wunsch mit frischem Koriander, gerösteten Kokosflocken und gekochtem Basmati-Reis servieren.
Notizen

Zubereitungstipps: Die perfekte Mulligatawny Suppe
Die Zubereitung der Indischen Currysuppe ist wirklich nicht schwer. Damit sie euch gelingt, solltet ihr folgende Tipps beachten.
- Rösten der Gewürze: Die Gewürze solltet ihr zunächst zusammen mit dem Gemüse im Topf anrösten, bevor ihr die Brühe dazugebt. So können sich die enthaltenen ätherischen Aromen der Gewürze am besten entfalten.
- Cremige Textur: Die roten Linsen zerfallen beim Kochen und sorgen dadurch bereits für eine sämige Konsistenz der Suppe. Zusätzlich könnt ihr einen Teil der Suppe (oder auch die gesamte Suppe) mit einem Stabmixer pürieren.
- Servieren: Die klassische Mulligatawny Suppe wird gerne mit zerrupftem Hühnerfleisch als Sättigungsbeilage serviert. Für eine vegane und vegetarische Alternative eignen sich Kichererbsen oder gekochter Basmati-Reis.
- Profi-Tipp: Wie viele andere Suppen und Eintöpfe, so schmeckt auch die Mulligatawny Suppe am nächsten Tag oft noch besser, da die Gewürze so richtig schön durchziehen können.

Bedeutung und Herkunft der Mulligatawny Suppe – bekannt aus Dinner for One
Der Name der Suppe leitet sich von den tamilischen Wörtern „milagu“ (Pfeffer) und „thannir“ (Wasser) ab. Die wörtliche Übersetzung der Mulligatawny Suppe bedeutet also „Pfefferwasser“. Ursprünglich war sie eine einfache und sehr scharfe Brühe auf Basis von Pfeffer und Tamarinde. Die Suppe stammt aus Südindien und wurde dort traditionell als Heilmittel gegen Erkältungen oder zur Verdauungsförderung eingesetzt. Später ergänzten indische Köche das ursprüngliche „Pfefferwasser“ um Fleisch, Linsen, Gemüse und Reis, da britische Kolonialisten sich eine sättigende Suppe als Vorspeise wünschten.
In Deutschland wurde die Mulligatawny Suppe vor allem durch die Silvestertradition rund um „Dinner for One“ bekannt, in der sie Miss Sophie zu ihrem 90. Geburtstag serviert wird. Der Sketch, der in Deutschland, Österreich und der Schweiz an Silvester auf verschiedenen öffentlich-rechtlichen Sendern gezeigt wird, ist in England selbst und in vielen anderen Ländern hingegen kaum bekannt.
Cremige Suppe - nicht nur zur kalten Jahreszeit
Lust auf ein feines cremiges Süppchen? Nicht nur in der kalten Jahreszeit schmecken auch die Ingwer-Karotten-Suppe oder die ebenfalls mit tollen Gewürzen versehene Türkische Linsensuppe. Für mehr Inspiration schaut gerne in meiner Kategorie Suppen & Eintöpfe vorbei. Bon Appetit!













Anne meint
Alle waren begeistert
Johann Jauch meint
ich habe das Rezept heute nachgekocht, allerdings 200 g Karotten und 165 g Linsen verwendet, weil ich gerade keine Kartoffeln hatte. Hat dem Rezept aber nicht geschadet. Wirklich extrem lecker und wärmt richtig von innen heraus. Tolles Essen für kalte Wintertage! Mein Rat an Leute, die das Rezept nachkochen: macht gleich die doppelte Menge. Eure Gäste werden mindestens 2 Teller pro Person essen, weil die Suppe einfach soooo gut ist.
Anonym meint
Einfach köstlich! Ein wärmendes Wintergericht, das es ab jetzt bei uns bestimmt öfter geben wird. Danke dafür!
Lilly meint
Suppe erinnert sehr an Babybrei. Wenn sie allerdings passiert wird, wie übrigens mehrere deiner Suppen, finde ich sie klasse. Geschmacklich top !