Wer auch der Meinung ist, dass ein gutes Stück Apfelkuchen durchaus als vollwertiges Mittagessen durchgeht, sollte jetzt unbedingt weiterlesen.
Früher, lange bevor ich den Monsieur kennengelernt habe, gehörte dieser kleine Apfelkuchen zu meinen absoluten Lieblingsrezepten. Ich habe ihn unzählige Male gebacken – einfach, weil die kleine Springform mit 20 cm Durchmesser genau die richtige Größe für meinen Single-Haushalt hatte. Auch wenn ich heute meist größere Kuchen backe, greife ich immer wieder gerne zu meiner kleinen Backform zurück. Ob nur für mich, zum Nachmittagskaffee oder als kleines Dessert nach einem schönen Essen – für einen guten Apfelkuchen finde ich fast immer eine Gelegenheit. Und ganz ehrlich: Ein schönes Stück von diesem Kuchen macht mich manchmal glücklicher als ein „richtiges" Mittagessen.

Was dieses Rezept ausmacht
Das Besondere an diesem Rezept ist die herrlich karamellige Butter-Zucker-Glasur. Geschmolzene Butter und brauner Zucker werden über die Apfelstücke gegossen und verwandeln sich beim Backen in eine wunderbar aromatische Kruste. Zusammen mit den saftigen Äpfeln und dem lockeren Rührteig entsteht ein unkomplizierter Apfelkuchen, der für mich nach Urlaub in der Bretagne schmeckt.
Für diesen kleinen Apfelkuchen eignen sich Apfelsorten, die beim Backen saftig bleiben und nicht zu süß sind. Mehr dazu weiter unten.
Falls ihr keine kleine Backform zur Hand habt oder sich spontan mehr Besuch ankündigt, könnt ihr das Rezept ganz einfach verdoppeln. Einfach eine größere Springform verwenden und die Backzeit etwas verlängern.

Kleiner Apfelkuchen: Einfaches Rezept mit Geling-Garantie
Apfelkuchen gehören schon deshalb zu meinen Lieblingskuchen, weil sie herrlich einfach und unkompliziert in der Zubereitung sind. Dieses Rezept besteht aus einem klassischen Rührteig, der in wenigen Minuten zusammengerührt ist. Anschließend werden nur noch die mit Zitronensaft vermischten Apfelstücke darauf verteilt und mit einer Mischung aus geschmolzener Butter und braunem Zucker übergossen.
Während des Backens karamellisiert die Glasur leicht und verleiht dem Kuchen seinen ganz besonderen Geschmack. Innen bleibt der Teig weich und saftig, außen entsteht eine feine, goldbraune Kruste. Und wer dem Ganzen noch das sprichwörtliche Sahnehäubchen aufsetzen möchte, serviert den kleinen Apfelkuchen am besten mit einer Kugel Vanilleeis oder – natürlich – einem Klecks frisch geschlagener Sahne.
Gerade für kleine Haushalte ist dieses Rezept ideal, denn ihr backt genau die richtige Menge – nicht zu wenig und vor allem nicht zu viel.
Welche Apfelsorte eignet sich am besten?
Damit dieser kleine Apfelkuchen besonders saftig wird, sollten die Äpfel beim Backen nicht vollständig zerfallen. Besonders gut eignen sich:
- Elstar – aromatisch, saftig und leicht säuerlich
- Jonagold – angenehm süß mit feiner Säure
- Boskoop - ideal für alle, die ihren Apfelkuchen etwas säuerlicher mögen
Je aromatischer die Äpfel sind, desto besser schmeckt später auch der Kuchen.
Aus klein mach groß
Das Schöne an diesem Rezept: Ihr könnt die Zutaten ganz einfach verdoppeln und den Kuchen in einer Springform mit 26 cm Durchmesser backen. Die Backzeit verlängert sich dann von 45 auf etwa 60 Minuten. Ansonsten bleibt alles wie gehabt. So eignet sich das Rezept sowohl für den gemütlichen Sonntagskaffee zu zweit als auch für die größere Kaffeerunde.


Kleiner Apfelkuchen
Kochutensilien
- 1 Rührschüssel
- 1 Handrührgerät
- 1 Springform 20 cm Durchmesser
- Backpapier
Zutaten
Zutaten für den Rührteig
- 70 g Butter Zimmertemperatur
- 60 g Rohrzucker
- 1 Bio-Ei Gr. M
- 110 g Mehl Weizen Typ 405 oder Dinkel Typ 630
- 2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 1-2 EL Schlagsahne oder Milch optional
Außerdem
- 400 g Äpfel ca. 2 große Äpfel
- 2 EL Zitronensaft
- 30 g Butter
- 25 g brauner Zucker
Anleitungen
Zubereitung Rührteig
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen, den Rand mit etwas Butter einfetten.
- Die weiche Butter in eine Schüssel geben und mit dem Zucker zu einer hell-cremigen Masse aufschlagen. Anschließend das Ei unterrühren.
- Das Mehl mit dem Backpulver und einer Prise Salz vermischen. Zügig unter die Butter-Zucker-Masse rühren, bis ein glatter Teig entsteht. Nicht zu lange rühren. Sollte der Teig zu "zäh" sein, 1-2 EL Schlagsahne oder Milch unterrühren.
- Den Teig in die vorbereitete Springform geben und glatt streichen.
Außerdem
- Die Äpfel vierteln, schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Mit 2 EL Zitronensaft vermischen und auf dem Teig verteilen.
- 30 g Butter in einem kleinen Topf oder der Mikrowelle schmelzen, dann den braunen Zucker einrühren, bis sich dieser auflöst. Die Mischung gleichmäßig über den Äpfeln verteilen.
- Den Kuchen in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 40-45 Min. backen, bis der Kuchen schön goldgelb gebacken ist und beim Einstechen mit einem Holzstäbchen kein Teig mehr daran kleben bleibt.
- Kuchen zunächst in der Form, dann auf einem Gitter abkühlen lassen. Auf Wunsch mit Puderzucker bestäuben und mit einer Kugel Vanilleeis oder einem Klecks geschlagener Sahne servieren.

Häufige Fragen zu kleiner Apfelkuchen
Ja. Einfach alle Zutaten verdoppeln. Die Backzeit verlängert sich auf etwa 60 Minuten.
Elstar und Jonagold sind ideal, da sie schön saftig bleiben und eine angenehme Süße mit leichter Säure mitbringen.
Ja. Der Apfelkuchen schmeckt zwar am ersten Tag besonders gut, ist dafür aber am nächsten Tag ist noch besser durchgezogen.
Ja. Den vollständig ausgekühlten Kuchen in Stücke schneiden und gut verpackt bis zu drei Monate einfrieren.

Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarkeit
Gut abgedeckt hält sich der einfache Apfelkuchen bei Zimmertemperatur etwa 2-3 Tage. An warmen Sommertagen oder wenn ihr ihn länger aufbewahren möchtet, lagert ihr ihn besser im Kühlschrank. Vor dem Servieren solltet ihr ihn dann wieder auf Zimmertemperatur kommen lassen oder für einige Sekunden in der Mikrowelle erwärmen. Zum Einfrieren den vollständig ausgekühlten Kuchen am besten portionsweise verpacken. So habt ihr jederzeit ein Stück selbst gebackenen Apfelkuchen griffbereit.
Ich kann von Apfelkuchen einfach nicht genug bekommen. Falls es euch genauso geht, schaut unbedingt einmal in meiner Kategorie Apfelkuchen vorbei. Dort findet ihr viele weitere Rezepte – vom klassischen versunkenen Apfelkuchen über saftige Blechkuchen bis hin zu knusprigem Apfel-Crumble. Bon Appetit!





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