Pizza selber machen ist einfacher, als man denkt - wenn man die richtigen Tricks kennt. Mit diesem Rezept für einen echten Hefeteig, der richtigen Tomatensoße und meinen 5 Profi-Tipps gelingt dir eine knusprige, dünne Pizza wie beim Italiener, direkt aus deinem heimischen Backofen. Du bekommst hier: ein erprobtes Schritt-für-Schritt-Rezept, alle wichtigen Infos zu Teig, Belag und Backen. Somit weißt du genau, worauf es wirklich ankommt.

Pizza selber machen: Perfekt für ein geselliges Essen
Kürzlich hatten wir Freunde zum Essen und Fußball schauen zu Besuch. Sie mit drei Kindern, wir mit unseren beiden. Die Altersspanne: 5 Monate bis irgendwo über 40 Jahre. Was mögen alle? Pizza! Na ja, mit Ausnahme unserer jüngsten Tochter. Wobei, wollen würde sie schon, aber Pizza fein püriert? Eher nicht.
Pizza ist einfach perfekt für solche Abende, denn jeder belegt sie nach seinem Geschmack. Viel Gemüse wie Zucchini, Tomaten und Paprika, eingelegte Auberginen und Artischocken, Sardellen und Kapern, Schinken und Salami, Oliven, Büffelmozzarella. Ich hatte alles schön vorbereitet, geschnippelt und in kleinen Schüsselchen bereitgestellt. Und während ich einen Pizzateig nach dem anderen ausrollte und mit Tomatensoße bestrich, drehte sich das Gespräch nur um eins: die perfekte Pizza. Wie gelingt der Teig? Was gilt es beim Belag zu beachten? Wie heiß muss der Ofen sein?
Damit eure Pizza genauso perfekt wird wie bei uns, habe ich unter der Rezeptanleitung meine Top-5 Tipps. Ganz wichtig: Der Ofen muss richtig heiß sein! Bei einer Temperatur von 220 Grad braucht die Pizza ca. 8-10 Minuten bis sie fertig ist.
Sobald der Teig schön knusprig ist, könnt ihr die Pizza aus dem Ofen nehmen. Ich streue gerne noch etwas getrockneten Oregano über die Pizza und beträufele sie mit ein wenig Olivenöl. Probiert es aus und lasst mich wissen, was für Euch eine perfekte Pizza ausmacht!


Pizza selber machen - einfaches Rezept wie beim Italiener
Kochutensilien
- Pizzastein oder Backblech
Zutaten
Für den besten Pizzateig:
- 1 TL Trockenhefe
- ¼ TL Zucker
- 180 ml lauwarmes Wasser
- 225 g fein gemahlenes Mehl (Typ 00)
- 1 EL Mehl extra
- 1 TL Meersalz
- 1 EL Olivenöl
Auf die Pizza:
- 60 g geriebenen Pizzakäse (z.B. Emmentaler, Mozzarella, Gouda)
- 3-4 EL Tomatensoße
Dazu als mögliche Belag-Varianten:
- Zucchini, Tomaten und Paprika
- Sardellen, Kapern und Artischocken
- gekochter Schinken und schwarze Oliven
- Parma-Schinken und Rucola
- Salami
- Büffelmozzarella
Zum Schluss auf die gebackene Pizza:
- getrockneter Oregano
- etwas Olivenöl, oder Chili-Öl
Anleitungen
- Die Trockenhefe zunächst mit dem Zucker vermengen und im lauwarmen Wasser auflösen. Mit einem EL Mehl bestäuben und für etwa 10-15 Minuten stehen lassen, bis das Mehl „aufbricht“ und die Hefe anfängt Blasen zu werfen. Man nennt das auch „Vorteig“.
- Das Mehl in einer großen Schüssel mit dem Salz vermischen und eine Mulde in die Mitte drücken. Die Hefe-Mischung hineingießen und alles mit den Knethaken der Kitchen Aid oder der Küchenmaschine in 5-10 Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Ggf. noch etwas Mehl hinzufügen, falls der Teig zu klebrig ist. Anschließend mit den Händen auf einer bemehlten Fläche weiterkneten, bis der Teig schön geschmeidig ist.
- Zu einer Kugel formen und rundherum mit Olivenöl bestreichen. Dann in eine Schüssel geben, mit einem feuchten Küchentuch abdecken und für etwa 1 Stunde gehen lassen.
- Anschließend den Teig halbieren, die Teighälften noch einmal durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche schön dünn ausrollen.
- Den Teig gleichmäßig mit nicht zu viel Tomatensoße bestreichen. Dann etwas geriebenen Käse auf der Tomatensoße verteilen.
- Anschließend den gewünschten Belag auf der Pizza verteilen.
- Auf dem Pizzastein oder dem Backblech im heißen Ofen (220°C) knusprig backen. Wenn der Teig schön dünn ist, geht das in wenigen Minuten.
Notizen

Meine 5 Tipps für eine perfekte Pizza
- Hefe-Mischung (Vorteig): Der Vorteig ist die Basis für euren Pizzateig. Sobald die Hefe Blasen wirft, ist sie aktiv und bereit – genau so soll es sein.
- Teig kneten und gehen lassen: Den Teig in Ruhe gut durchkneten – er sollte weder zu trocken noch zu klebrig sein. Mit etwas Olivenöl bestreichen, damit er nicht austrocknet. Danach mindestens 1 Stunde gehen lassen, noch besser über Nacht im Kühlschrank.
- Tomatensauce und Käse: Weniger ist mehr: Zu viel Tomatensauce macht den Teig weich statt knusprig. Eine dünne Schicht reicht völlig. Auf die Tomatensauce den geriebenen Käse – und erst dann den Belag, der nicht unter einer dicken Käseschicht versteckt sein soll.
- Belag: Gute Zutaten machen den Unterschied, achtet daher beim Einkauf auf Qualität. Bei Belegen der Pizza darauf achten, dass rohes Gemüse länger braucht und entsprechend von Anfang an auf die Pizza gegeben werden sollte; Zutaten, die nur ganz kurz erhitzt werden müssen (wie z.B. hauchdünn geschnittene Salami, Schinken oder Büffelmozzarella), am besten erst kurz vor Ende der Backzeit auf die Pizza geben.
- Backen: Der Ofen muss richtig heiß sein, mindestens 220 Grad Ober-/Unterhitze. Am besten verwendet ihr einen Pizzastein, der für einen besonders knusprigen Teig sorgt. Falls ihr ein Backblech benutzt: Lasst dieses im Ofen mit vorheizen, legt den ausgerollten Pizzateig auf ein Backpapier, belegt diesen und setzt dann den belegten Teig samt Backpapier auf Backblech.

Pizza selber machen: Häufig gestellte Fragen
Mindestens 220 °C, besser 250 °C Ober-/Unterhitze. Je heißer der Ofen, desto knuspriger der Boden. Ein Pizzastein verstärkt diesen Effekt zusätzlich.
Mindestens 1 Stunde bei Zimmertemperatur. Für noch mehr Geschmack kannst du den Teig auch 12–24 Stunden im Kühlschrank gehen lassen (kalte Teigführung).
Ja, das ist sogar empfehlenswert! Den Teig abends zubereiten, mit Olivenöl bestreichen und abgedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. Am nächsten Tag 30 Minuten bei Raumtemperatur akklimatisieren, dann ausrollen.
Ein Pizzastein ist klar überlegen, weil er dem Teig Feuchtigkeit entzieht und für einen knusprigen Boden sorgt. Das Backblech funktioniert auch gut, wenn du es leer im Ofen mit vorheizt.













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Petra meint
Einfach gemacht, gelingt prima und Dankeschön für die fünf Tipps.
Paul Breithecker meint
Total lecker
Sonja meint
Hurraaa! 🙂
Rebecca Meyer Schockmel meint
Es ist sehr gut erzählt, vielen dank✌
Nina meint
Hallo Sonja,
ich habe den Teig über Nacht gehen lassen und die Pizza schmeckte am Ende auch sehr gut! Allerdings hat der Teig extreem geklebt, also man konnte ihn trotz bemehlter Fläche und Teigrolle kaum ausrollen, er hat immer wieder überall festgeklebt, sogar extrem am Backpapier. War das bei dir auch so oder mache ich vielleicht etwas falsch?
LG,
Nina
Sonja meint
Liebe Nina,
Danke für Deine Nachricht. Hm, ein bisschen kleben "feucht" sein darf der Teig schon, aber man sollte ihn schon auch ausrollen können. Ich würde beim nächsten Mal entweder weniger Wasser nehmen oder eben noch Mehl hinzufügen. Manchmal hilft es auch, die Teigrolle kräftig einzumehlen, damit der Teig nicht kleben bleibt.
LG Sonja
Alexander meint
Wie kann man Auberginen und Büffelmozzarella auf eine Pizza tun
Sonja meint
Hallo Alexander,
die Auberginen würde ich in dünne Scheiben schneiden und entweder vorher in Olivenöl anbraten (und dann z.B. mit etwas getrocknetem Oregano würzen) oder nebeneinander auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und auch mit Olivenöl und Kräutern im Ofen garen, bevor sie dann gegen Ende der Backzeit auf die Pizza kommen. Den Büffelmozzarella grob zerzupfen und erst nach dem Backen auf die heiße Pizza geben!
LG Sonja
Walter Hammerl meint
Tomatensoße mache ich immer frisch gekocht Nehme zwar gehackte Tomaten aus der Dose,
die passierten auch. Das ganze in einen Topf würze dann mit frischen oder getrockneten kräutern.
salem olek salz etc. lasse das ganze 1/2 köcheln. Tomatenmark anrösten mit etwas Rotwin ablöschen Toaten und denn Rest zugeben. Abschmecken. Dann weis man wie Soße schmeckt. Ab besten nach dem Teig zubereiten.Dann hat der Teig Zeit zum gehen,und man denn Rest Belag etc.
in Ruhe vorbereiten. Etwas Zeitaufwendig,aber dann passt alles.
Sonja meint
Hallo Walter,
Du hast natürlich Recht - frisch gekocht schmeckt die Tomatensauce noch viel besser! Mit 2 kleinen Kindern, 2 Jobs und dem Haushalt fehlt mir dafür nur manchmal leider die Zeit. 😉
Liebe Grüße
Sonja
Christine meint
Hallo Sonja,
machst Du die Tomatensauce auch selbst oder was nimmst Du dafür? Die Pizza wollen wir unbedingt probieren!
Danke und liebe Grüße,
Christine
Sonja meint
Liebe Christine, für die Pizza nehme ich in der Regel passierte Tomaten und würze sie mit Salz und Pfeffer, sowie getrockneten italienischen Kräutern. Falls Du eine Tomatensauce selber kochen möchtest, so sollten die Tomaten schön reif sein und bei milder Hitze lange einkochen. Eigentlich bringst Du mich damit auf eine tolle Idee für einen neue Blogpost! 🙂 Frische Tomatensauce - gibt es bald hier. Versprochen!
Liebe Grüße,
Sonja