Frittata ist ein Klassiker der italienischen Küche. Die Basis bilden Eier, die ihr verquirlt, würzt und anschließend mit weiteren Zutaten in der Pfanne stocken lasst. In dieser ligurischen Version wird die Frittata mit Mangold, Tomaten, Rosinen und Pinienkernen bestückt. Die Zubereitung ist schnell und unkompliziert und es ist genau die richtige Mahlzeit, wenn die Zeit knapp ist. Ein frischer Salat sowie knuspriges Brot passen perfekt dazu!

Bio-Eier von glücklichen Hühnern
Die Hauptzutat einer Frittata sind Eier. Etwa 250 Eier verzehrt durchschnittlich jede/r Deutsche pro Jahr, ganz egal, ob gekocht oder gebraten, ob im Kuchen, in Nudeln oder in anderen Speisen "versteckt". Doch wo kommen die Eier eigentlich her, die wir häufig im Supermarkt, manchmal auch auf dem Wochenmarkt oder beim Bauern direkt kaufen? Eier kommen von den Hühner, klar, aber wo und wie leben die Hühner? Was genau ist eigentlich der Unterschied zwischen Bio und Nicht-Bio, zwischen Käfig-, Boden- und Freilandhaltung?
Die Antworten auf all diese Fragen habe ich auf dem Biohof Fischl gefunden. Im Zusammenhang mit den Bayerischen Bio-Erlebnistagen, die vom 29.August bis zum 5.Oktober 2025 stattfinden, laden viele Bauernhöfe in ganz Bayern zum Entdecken, Mitmachen und Genießen ein. So gibt es Betriebsführungen, Hoffeste, verschiedene Mitmach-Aktionen, Kochkurse und Verkostungen sowie die Gelegenheit, viel Wissenswertes rund um das Leben, die Produktion und die Arbeit auf einem Bauernhof zu erfahren.

Woran man Bio-Eier erkennt
Auf dem Biohof Fischl haben die Hühner unbegrenzt freien Auslauf. Man findet sie nahezu überall auf dem Hof sowie auf den dazugehörigen Wiesen, wo sie gackernd herumspazieren und dabei gerne auch mal die ein oder andere Kuh besuchen. Es handelt sich hier um Bio-Haltung, denn jedes Huhn hat einen bewachsenen Auslauf von mindestens 4 qm. Die Fütterung erfolgt mit biologisch erzeugtem Futter und es gibt einen Stall mit Nestern und Sitzstangen und einer geringen Besatzdichte mit maximal 6 Hennen pro Quadratmeter. Zum Vergleich: bei der Freiland- und Bodenhaltung von Nicht-Bio-Hühnern dürfen bis zu 9 (!!) Hennen auf einem Quadratmeter leben. Die Käfighaltung ist in Deutschland - zum Glück! - schon seit 2010 nicht mehr erlaubt.
Da jedoch 30% aller Eier importiert werden, lohnt es sich auch hier ein genauer Blick. Ob das Ei nun wirklich Bio ist, erfährt man als Verbraucher auf dem aufgesetzten Stempel. Trägt das Ei als erstes die Ziffer "0", so steht dies für eine biologische Haltung. Danach folgt der Ländercode (z.B. DE für Deutschland) und zuletzt die Betriebsnummer, so dass man die Herkunft des Eies bis zum jeweiligen Bio-Hof zurückverfolgen kann. Für mich ist klar: In meine Frittata kommen nur Bio-Eier von glücklichen Hühnern aus der Region!


Frittata mit Mangold
Kochutensilien
- 1 Schneidebrett + Messer
- 1 Salatschleuder
- 1 ofenfeste Pfanne am besten gusseisern
- 1 Rührschüssel + Schneebesen
Zutaten
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Zehe Knoblauch
- 250 g Mangold bunt
- 2 EL Olivenöl
- 3-4 Zweige Thymian
- 200 g gemischte Tomaten
- 1 EL Rosinen
- 1 EL Pinienkerne
- 4 Bio-Eier Gr. M
- 2 EL Crème fraîche
- 2 EL geriebener Pecorino
- Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette
Zum Servieren
- ½ Bund gemischte Kräuter z.B. Basilikum, Schnittlauch, glatte Petersilie
Anleitungen
- Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Den Mangold unter fließend kaltem Wasser gründlich waschen, anschließend in der Salatschleuder trocken schleudern. Die Stiele des Mangold fein hacken, die Blätter in feine Streifen schneiden. Die Tomaten waschen und in mundgerechte Stücke schneiden.
- Thymian waschen, trocken tupfen und fein hacken.
- Das Olivenöl in einer großen ofenfesten Pfanne erhitzen. Zunächst die Zwiebel bei mittlerer Hitze unter Rühren für 3-4 Min. glasig anschwitzen. Mangoldstiele, Knoblauch und Thymian dazugeben und für weitere 2-3 Min. anschwitzen.
- Die in Streifen geschnittenen Mangoldblätter zusammen mit den Tomaten, Rosinen und den Pinienkernen in die Pfanne geben. Andünsten bis die Mangoldblätter etwas in sich zusammengefallen sind.
- Währenddessen die Eier in eine Schüssel aufschlagen. 2 EL Crème fraîche und den geriebenen Pecorino unterrühren und kräftig mit Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette würzen. Eimischung über den Mangold gießen und die Frittata anschließend in der Mitte des vorgeheizten Ofens für ca. 12-15 Min. backen, bis die Eimasse gestockt und die Frittata leicht gebräunt ist.
Zum Servieren
- Die Kräuter waschen, trocken tupfen und sehr fein hacken. Kurz vor dem Servieren über die Frittata geben.

Frittata mit Mangold zubereiten
Die Zubereitung einer Frittata ist einfach, geht schnell und ist absolut unkompliziert. Ihr könnt sie sowohl in der Pfanne auf dem Herd, genauso gut aber auch im Backofen zubereiten. Ich persönlich backe Frittata am liebsten im Ofen, da dieser für eine gleichmäßige Verteilung der Hitze sorgt. Zudem wird eine Frittata im Ofen schön locker und fluffig. Für die Zubereitung auf dem Herd benötigt ihr eine Pfanne mit Deckel. Die Frittata wird bei geringer Hitze und geschlossenem Deckel gegart, bis die Eimasse gestockt ist.
Für das Grundrezept benötigt ihr frische Bio-Eier, die ihr verquirlt und mit Salz und Pfeffer würzt. Die Eimasse wird anschließend in der heißen Pfanne gebraten, bis sie gestockt ist. Dieses Grundrezept könnt ihr nun mit den unterschiedlichsten Zutaten variieren. Eine Frittata ist daher unglaublich vielseitig und wandelbar. Je nach Jahreszeit und Saison könnt ihr auf verschiedene Gemüsesorten zurückgreifen, könnt die Frittata mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen verfeinern und sie außerdem mit unterschiedlichen Käsesorten zubereiten.
Zunächst werden Zwiebeln und Knoblauch in etwas Olivenöl angeschwitzt. Sie sorgen für ein leicht süßliches und zugleich würziges Aroma. Das Gemüse wird geputzt und gewaschen, anschließend klein geschnitten und ebenfalls kurz in der Pfanne angedünstet. Vom Biohof Fischl habe ich bunten Mangold und leckere Tomaten mitgenommen, beides landet zusammen mit Rosinen und Pinienkernen in meiner Frittata. Die verquirlten Eier habe ich mit etwas Crème fraîche und geriebenem Pecorino-Käse verfeinert, mit Salz, Pfeffer und Piment d'Espelette gewürzt und anschließend über das angebratene Gemüse gegeben.
Den Rest der Arbeit übernimmt der Ofen, hier darf die Frittata nun stocken. Anschließend kann direkt serviert werden, am besten mit einem frischen Salat und etwas Brot. Bon Appetit, ihr Lieben!

Noch mehr leckere Frittata-Rezepte habe ich hier für euch aufgeschrieben: zum Beispiel mit Zucchini oder mit Kürbis und Grünkohl.














Sonja meint
Man kann einfach nieeeee genug von Mangold-Rezepten bekommen!!! Geniales Gemüse - schönes Rezept. Vielen Dank dafür!
Emmenegger meint
Das ist interressant und sieht gut aus, werde es nächstens ausprobieren.
Agnes meint
Hallo zusammen,
haben im letzten Jahr einen Urlaub in Ligurien verbracht, die Küche dort ist sensationell, vor allem die Zubereitung, Meeresfrüchte, Wildgerichte und die sehr speziellen Desserts. Die habe ich noch in keinem Kochbuch gefunden, da auch der Name nicht genannt wurde, sondern nur die Zutaten auf englisch. Tippe deshalb auch auf ein Familienrezept. Ach es war alles toll, nur ein Eis habe ich nicht gegessen. Es ist in keinem Fall mit den üblichen Restaurants aus Italien (habe schon sehr viele getestet) hier bei uns zu vergleichen. Freue mich auch schon auf die Trüffelsaison. Bin ja eher ein großer Anhänger der französischen Küche, aber das Stück Italien hat mich voll und ganz überzeugt und freue mich über jedes Rezept aus der Region.
Vielen Dank für die ganzen Inspirationen
Agnes