Wer italienisches Pesto Genovese liebt, wird von dieser Peruanischen Pasta begeistert sein. Tallarines Verdes zählt zu den bekanntesten Nudelgerichten Perus und wird oft als das peruanische Pendant zur klassischen Pasta mit Pesto bezeichnet. Statt ausschließlich Basilikum bildet hier jedoch eine Kombination aus Blattspinat und frischem Basilikum die Basis für die leuchtend grüne Sauce.

Zum ersten Mal probiert habe ich Tallarines Verdes an Weihnachten, das wir bei Freunden in Mexiko verbracht haben. Sie stammt ursprünglich aus Peru und ihr Mann hat für uns gekocht. Als dieses scheinbar einfache Nudelgericht auf den Tisch kam, war ich sofort begeistert. Die cremige grüne Sauce, das intensive Aroma von Basilikum und die angenehme Frische des Spinats haben mich direkt überzeugt. Wieder zu Hause war schnell klar: Dieses Rezept muss ich unbedingt nachkochen.
Meine Version orientiert sich am traditionellen Rezept, kommt jedoch etwas leichter daher und lässt sich mit wenigen Zutaten ganz unkompliziert zubereiten. Perfekt für alle, die aromatische Pasta-Gerichte mit viel Gemüse lieben.
Tallarines Verdes - das peruanische Pendant zum Pesto Genovese
Die Wurzeln von Tallarines Verdes reichen zurück zu den italienischen Einwanderern, die im 19. Jahrhundert nach Peru kamen. Viele traditionelle italienische Rezepte wurden dort an regionale Zutaten und Geschmäcker angepasst. Aus dem berühmten Pesto Genovese entwickelte sich so eine ganz eigene peruanische Spezialität.

Typisch für Tallarines Verdes ist die Kombination aus Blattspinat, Basilikum, Käse und Nüssen. Die Sauce wird besonders cremig püriert und umhüllt die Nudeln mit ihrem intensiven Kräuteraroma. Während das Original traditionell mit Queso fresco und häufig auch Milch oder Kondensmilch zubereitet wird, habe ich mich bewusst für eine etwas leichtere Variante entschieden. Parmesan, geröstete Pekannüsse und etwas Gemüsebrühe sorgen dennoch für eine wunderbar cremige Konsistenz und ein vollmundiges Aroma.
In Peru serviert man Tallarines Verdes häufig zusammen mit einem Filete de Bistec, einem gebratenen Rindersteak, oder einer Milanesa, einem panierten Hähnchenschnitzel. Für mich als Vegetarierin braucht es allerdings keine Beilage. Die aromatische Sauce macht die Peruanische Pasta auch ganz ohne Fleisch zu einem vollwertigen und sättigenden Hauptgericht.
Warum der Spinat blanchiert werden sollte
Ein kurzer Aufenthalt im kochenden Wasser macht bei diesem Rezept einen großen Unterschied. Durch das Blanchieren behält der Blattspinat seine kräftige grüne Farbe und verliert gleichzeitig etwas von seinem erdigen Geschmack. Dadurch wird die Sauce besonders mild und harmonisch.
Anschließend kann das gleiche Kochwasser direkt für die Pasta verwendet werden. Das spart nicht nur Zeit und Energie, sondern nutzt auch die im Wasser verbliebenen Nährstoffe sinnvoll weiter. Zudem erhalten die Spaghetti eine zarte hellgrüne Farbe, die wunderbar zur Sauce passt.
Zusammen mit frischem Basilikum, gerösteten Pekannüssen, Parmesan, etwas Olivenöl und Gemüsebrühe entsteht daraus eine cremige grüne Pasta-Sauce voller Aroma. Wer den Geschmack etwas kräftiger mag, kann zusätzlich eine Knoblauchzehe mit pürieren. Für eine besonders milde Sauce lässt man sie einfach weg.

Welche Nudeln passen zu Peruanischer Pasta?
Traditionell werden Tallarines Verdes mit Spaghetti serviert. Die langen Nudeln nehmen die cremige Sauce besonders gut auf und sorgen für das typische Mundgefühl des Gerichts.
Ebenso gut eignen sich jedoch Linguine oder Tagliatelle. Auch kurze Nudelsorten wie Fusilli, Penne oder Casarecce funktionieren hervorragend, da sich die grüne Sauce in ihren Rillen und Windungen sammelt. Das macht die Peruanische Pasta zu einem unkomplizierten Rezept, das sich problemlos mit den Lieblingsnudeln aus dem Vorratsschrank zubereiten lässt.
Hinweis für Vegetarierinnen und Vegetarier
Auch wenn dieses Rezept auf Fleisch verzichtet, ist es durch die Verwendung von klassischem Parmesan streng genommen nicht vegetarisch, da Parmesan traditionell mit tierischem Lab hergestellt wird. Wer das Gericht vegetarisch zubereiten möchte, kann stattdessen auf einen Hartkäse mit mikrobiellem Lab oder einen entsprechend gekennzeichneten vegetarischen Parmesan-Ersatz zurückgreifen.
Aufbewahrung und Haltbarkeit
Die fertige Peruanische Pasta schmeckt frisch zubereitet am besten. Sollten dennoch Reste übrig bleiben, können diese in einem luftdicht verschlossenen Behälter etwa zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Zum Erwärmen die Pasta am besten langsam in einer Pfanne erhitzen und bei Bedarf einen kleinen Schluck Wasser oder Gemüsebrühe hinzufügen. So bleibt die Sauce schön cremig. Die grüne Sauce kann auch separat vorbereitet und bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Peruanische Pasta (Tallarines Verdes)
Kochutensilien
- 1 großer Kochtopf
- 1 Schaumkelle
- 1 beschichtete Pfanne
- 1 großes Sieb
- 1 Stabmixer + hohes Gefäß
Zutaten
- 200 g Blattspinat
- 30 g Basilikum
- 1 Zehe Knoblauch optional
- 30 g Pekannüsse
- 30 g Parmesan gerieben + extra zum Servieren
- 50 ml Olivenöl
- 50-100 ml Gemüsebrühe
- Salz, Pfeffer
- 500 g Spaghetti
Anleitungen
- Die Pekannüsse in einer kleinen beschichteten Pfanne für 3-4 Min. bei mittlerer Hitze anrösten, bis sie herrlich duften. Pfanne vom Herd nehmen und die Nüsse etwas abkühlen lassen.
- Den Blattspinat gründlich waschen, anschließend über einem Sieb abtropfen lassen. Harte Stiele entfernen. Basilikum ebenfalls waschen und trocken tupfen, die Blättchen abzupfen und zur Seite legen.
- Einen großen Topf mit reichlich Wasser zum Kochen bringen. Salzen und den Spinat darin für ca. 30-60 Sekunden blanchieren. Sobald der Spinat in sich zusammengefallen ist, mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und in eine Schüssel mit Eiswasser (kaltes Wasser + 3-4 Eiswürfel) geben. Der Kälteschock stoppt sofort den Garprozess. Den abgekühlten Spinat über einem Sieb abgießen und mit den Händen gut ausdrücken.
- Das Spinat-Wasser noch einmal zum Kochen bringen, ggf. noch etwas Wasser hinzufügen und salzen. Die Spaghetti nach Angabe auf der Packung al dente garen.
- Den Knoblauch schälen und fein hacken. Zusammen mit Spinat, Basilikum, geröstete Pekannüsse, geriebenen Parmesan, Olivenöl und zunächst 50 ml der Gemüsebrühe in ein hohes Gefäß geben. Mit dem Stabmixer zu einer cremigen Sauce pürieren. Ggf. noch etwas mehr Brühe hinzufügen, bis die Sauce die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Sobald die Spaghetti gar sind über einem Sieb abgießen, dabei ggf. etwas von dem Kochwasser auffangen. Abgetropfte Spaghetti zurück in den Topf geben und mit der Spinat-Sauce vermischen. Ein wenig von dem Nudelkochwasser hinzufügen, falls die Pasta noch etwas cremiger sein darf.
- Pasta auf Teller verteilen und mit frisch geriebenem oder gehobeltem Parmesan servieren.

Häufige Fragen zu Peruanischer Pasta
„Tallarines" leitet sich vom italienischen „tagliarini" ab und bezeichnet ursprünglich schmale Bandnudeln. „Verdes" bedeutet grün – also wörtlich „grüne Nudeln".
Ja, die Knoblauchzehe ist optional und kann problemlos weggelassen werden. Die Sauce schmeckt dadurch milder und der feine Geschmack des Basilikums tritt stärker in den Vordergrund.
Für dieses Rezept werden geröstete Pekannüsse verwendet. Alternativ passen auch Walnüsse, Cashewkerne oder Pinienkerne sehr gut.
Klassisch werden Tagliatelle oder Spaghetti verwendet. Aber auch Linguine oder kurze Nudelsorten wie Penne und Fusilli passen hervorragend zur cremigen grünen Sauce.
Beide Saucen basieren auf Basilikum, Käse und Nüssen – doch Tallarines Verdes enthält zusätzlich Blattspinat, was der Sauce eine mildere Note und die charakteristische kräftige Farbe gibt. Während Pesto Genovese mit Pinienkernen und Pecorino zubereitet wird, kommen bei der Peruanischen Pasta Pekannüsse und Parmesan zum Einsatz.
Ja. Die Sauce lässt sich bereits einen Tag im Voraus zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren einfach mit frisch gekochter Pasta vermengen.
Diese Variante ist vegetarisch und kommt ohne Fleisch aus. In Peru wird Tallarines Verdes häufig mit Steak oder paniertem Hähnchen serviert, schmeckt aber auch pur hervorragend.
Das Rezept für ein klassisches Pesto Genovese findet ihr hier. Damit lässt sich auch wunderbar eine Ligurische Pasta zubereiten. Und wer es gerne so richtig schön cremig mag - diese Spaghetti mit Avocado-Pesto sind ebenfalls eine Wucht!





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M.Schober meint
Bravo Lecker y muy delicioso plato Peruano
Anonym meint
Lecker !
Anonym meint
Hervorragend
FN meint
Durch den Parmesan ist das Rezept nicht vegetarisch, da Parmesan tierisches Lab enthält.
Sonja meint
Da hast du natürlich vollkommen Recht. In einem anderen Rezept habe ich ausführlich darüber geschrieben, werde es hier aber auch noch einmal ergänzen.
Danke für das aufmerksame Lesen!
Judy meint
Ich kenne und liebe die Soße seit über 30 Jahren. Hab sie auch schon mit Cashewnüssen gemacht.
Wenn es keinen frischen Spinat gibt und ich Lust drauf habe, dann nehme ich auch schon mal tiefgefrorenen Spinat.
Hat meine Tante zu Weihnachten gemacht, da gab es keinen frischen Spinat. Also den tiefgefrorenen von Iglo.