Veganer Zitronenkuchen mit Mohn – dahinter steckt bei mir auch eine kleine Erinnerung: Denn von „Lemon-Poppyseed-Muffins" habe ich zum ersten Mal vor vielen, vielen Jahren in den USA gehört, und irgendwie ist er mir seitdem im Ohr geblieben. Das Wort „Poppyseed" klingt einfach unglaublich fröhlich und positiv. Ganz automatisch denke ich dabei an Mary Poppins, meinen absoluten Lieblingsfilm aus Kindertagen. Kindliche Verknüpfungen im Gehirn eben, die einen bis heute mit einem wohligen Gefühl zurücklassen, sobald man nur das Wort hört. 🙂
Obwohl ich in den letzten Jahren schon öfter einen Zitronenkuchen mit Mohn oder auch einen einfachen saftigen Zitronenkuchen gebacken habe, so wollte ich nun endlich auch eine vegane Variante backen. Zugegeben: Es hat 3 Versuche gebraucht, aber mit diesem Ergebnis hier bin ich nun mehr als zufrieden. Denn dieser vegane Zitronen-Mandel-Mohn-Kuchen ist wirklich unglaublich saftig und schmeckt herrlich frisch und zitronig. Dabei ist die Zubereitung so unkompliziert, dass ihr dafür nicht einmal eine Küchenmaschine braucht. Ein großer Schneebesen reicht völlig aus, um alle Zutaten in kürzester Zeit zu einem cremigen Teig zu verrühren. Genau mein Fall, wenn mich die spontane Lust auf Kuchen aufkommt. Bon Appetit!

Veganer Zitronenkuchen mit Mohn schnell und einfach
Ein veganer Zitronenkuchen mit Mohn braucht kein aufwendiges Equipment. Zwei Schüsseln reichen aus: In der einen verrührt ihr die geschmolzene und leicht abgekühlte vegane Butter (oder pflanzliche Margarine) mit Rohrzucker, Ahornsirup, Vanilleextrakt, abgeriebener Bio-Zitronenschale, Zitronensaft und Mandelmilch. In der zweiten Schüssel vermischt ihr Mehl, gemahlene Mandeln, Backpulver und eine Prise Salz. Dann werden die feuchten Zutaten nur kurz unter die trockenen gerührt – gerade so lange, bis sich alles zu einem glatten Teig verbunden hat. Der Teig sollte keinesfalls zu lange gerührt werden, da der Kuchen im Ofen sonst nicht richtig aufgehen kann oder sogar in sich zusammenfällt. Das hängt mit dem Klebereiweiß (Gluten) im Mehl zusammen, das durch zu langes Rühren aktiviert wird. Ihr braucht dafür also keine aufwendigen Küchengeräte, ein einfaches Handrührgerät oder ein großer Schneebesen sind völlig ausreichend.
Ich habe für diesen Kuchen die vegane alsan-bio Butter verwendet. Diese enthält keine Milchbestandteile und die verwendeten Fette und Öle sind zu 100% aus kontrolliert ökologischem Anbau. Falls ihr den Kuchen mit Margarine zubereiten möchtet: nicht jede Margarine ist automatisch vegan! Gerade bei Margarinesorten mit zugesetztem Omega-3-Anteil wird dieser häufig auf Basis von Fischöl beigemischt. Es lohnt sich also, beim Kauf einen kurzen Blick auf die Zutatenliste zu werfen.

Das Geheimnis der saftigen Krume
Damit der Kuchen am Ende so richtig saftig wird, sollte der fertig gerührte Teig weich und relativ cremig vom Löffel fallen – das ist das beste Zeichen dafür, dass die Konsistenz stimmt. Die gemahlenen Mandeln sorgen dafür, dass der Teig schön saftig wird, machen ihn aber auch etwas schwerer. Daher braucht der Kuchen auch die verhältnismäßig viel Backpulver, nämlich 3 Teelöffel. Das mag im ersten Moment recht viel erscheinen, ist aber nötig, um der relativ schweren Mandelmasse ausreichend Auftrieb zu geben.
Der fertige Teig wird dann in eine vorbereitete Kastenform gefüllt und anschließend für ca. 45–50 Minuten bei 175 Grad Ober-/Unterhitze gebacken. Da jeder Backofen ein bisschen anders tickt, solltet ihr den Kuchen ab etwa 40 Minuten Backzeit gut im Blick behalten. Ist die Oberfläche schon schön gebräunt, die Mitte laut Stäbchenprobe aber noch nicht ganz durch, deckt den Kuchen einfach locker mit etwas Alufolie oder Backpapier ab. Am Stäbchen sollte übrigens kein feuchter, klebriger Teig mehr hängen bleiben – ein paar saftige Krümel hingegen sind völlig in Ordnung und sogar ein gutes Zeichen.

Der richtige Moment zum Anschneiden
Lasst den Kuchen nach dem Backen zunächst 15–20 Minuten in der Form abkühlen, bevor ihr ihn aus der Form herausnehmt. Erst danach kommt der Zuckerguss aus Zitronensaft und Puderzucker obendrauf. Vor dem Anschneiden sollte er dann idealerweise noch einmal mindestens 30–45 Minuten ruhen. Das fällt auch mir als äußerst ungeduldigem Kuchenfan sehr schwer, lohnt sich aber. Der Zuckerguss hat genügend Zeit, um fest zu werden und die Krume wird dadurch deutlich stabiler. So lässt sich der Kuchen viel leichter in schöne, gleichmäßige Stücke schneiden.

Veganer Zitronen-Mandel-Mohn-Kuchen
Kochutensilien
- 1 große Rührschüssel
- 1 Handrührgerät alternativ ein großer Schneebesen
- 1 Kastenform
- Backpapier optional
Zutaten
Zutaten für den Kuchen
- 100 g vegane Butter oder pflanzliche Margarine
- 150 g Rohrzucker
- 50 g Ahornsirup
- 180 ml Mandelmilch ungesüßt
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 Bio-Zitrone abgeriebene Schale
- 40 ml Zitronensaft
- 175 g Mehl Weizen Typ 405 oder Dinkel Typ 630
- 175 g gemahlene Mandeln geschält
- 3 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 2 EL Mohn
Zutaten für den Zuckerguss
- 100 g Puderzucker
- 2-3 EL Zitronensaft
Anleitungen
Zubereitung Kuchen
- Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Kastenform mit Backpapier auskleiden, alternativ einfetten und anschließend mit etwas Mehl oder Grieß bestäuben.
- Die vegane Butter oder Margarine in einem kleinen Topf bei kleiner Hitze schmelzen, anschließend etwas abkühlen lassen.
- Das Mehl in einer großen Schüssel mit den gemahlenen Mandeln, dem Backpulver, einer Prise Salz und dem Mohn vermischen.
- In einer zweiten Schüssel den Zucker mit Ahornsirup, Vanilleextrakt, Mandelmilch, abgeriebener Zitronenschale und Zitronensaft sowie der geschmolzenen veganen Butter verrühren.
- Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und nur kurz verrühren, bis sich alles gerade so zu einer homogenen Masse verbunden hat. Nicht länger rühren als nötig.
- Den Teig in die vorbereitete Backform füllen und glatt streichen. In der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 45-50 Min. backen. Nach ca. 40 Min. Backzeit den Kuchen im Auge behalten und die Stäbchenprobe machen. Es dürfen ein paar feuchte Krümel am Stäbchen kleben, jedoch kein flüssiger Teig mehr. Falls der Kuchen zu dunkel wird, mit etwas Alufolie oder Backpapier abdecken.
- Den Kuchen nach dem Backen zunächst für ca. 15-20 Min. in der Backform abkühlen lassen.
Zubereitung Zuckerguss
- Den Puderzucker in eine kleine Schüssel geben und zunächst mit 2 EL Zitronensaft verrühren. Falls die Masse noch zu dick ist, etwas mehr Zitronensaft hinzufügen.
- Zuckerguss auf dem Kuchen verteilen und fest werden lassen.
Häufige Fragen zu veganer Zitronenkuchen mit Mohn
Ja, das geht auf jeden Fall. Hafer- oder Sojamilch funktionieren ganz genauso gut.
Nein, ein einfaches Handrührgerät oder ein großer Schneebesen reichen völlig aus, um alle Zutaten zu einem glatten teig zu verrühren.
3 TL Backpulver mögen zunächst nach viel klingen, sind aber notwendig, damit der relativ schwere, mandelhaltige Teig ausreichend aufgeht und schön locker wird.
An der Stäbchenprobe. Dafür mit einem langen dünnen Holzspieß in die Mitte des Kuchens stechen: Bleibt kein feuchter, klebriger Teig mehr am Stäbchen hängen, ist der Kuchen fertig. Ein paar saftige Krümel am Stäbchen sind dabei völlig normal und ein gutes Zeichen.
Nicht unbedingt. Insbesondere Margarine mit Omega-3-Zusatz enthält oft Fischöl. Achtet daher am besten auf die Zutatenliste.

Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarkeit
Bei Zimmertemperatur hält sich der Kuchen abgedeckt etwa 2–3 Tage, ohne trocken zu werden. Möchtet ihr ihn länger aufbewahren, könnt ihr ihn, ebenfalls gut abgedeckt, bis zu 5 Tage in den Kühlschrank stellen. Auch so bleibt er weiterhin schön saftig. Zum Einfrieren ist der Kuchen ebenfalls wunderbar geeignet: Schneidet ihn dafür am besten in einzelne Stücke und verpackt diese in einem Gefrierbeutel oder einer Tupperdose. So könnt ihr euch immer wieder portionsweise ein Stück auftauen.





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Rose meint
Das klingt himmlisch, ich werde das mal als Muffins backen. Mein Sohn liebt sowohl Zitronen - als auch Mohnkuchen und er liebt Mazariner. Das wird sein nächster Geburtstagskuchen - eine Kombination- den ich ihm nach Schweden schicke
Mona meint
Kann ich den kuchen auch mit Buttr und Kuhmilch zubereiten?
Sonja meint
Hallo Mona,
ja, das funktioniert problemlos. Einfach 1:1 ersetzen. Der Kuchen ist dadurch zwar nicht mehr vegan, aber genauso saftig und lecker.
LG Sonja