Kaum ein Sommerkuchen verbindet süße und säuerliche Aromen so harmonisch wie ein Johannisbeer-Streuselkuchen. Unter einer dicken Schicht knuspriger Streusel sorgen die roten Beeren für eine wunderbar fruchtige Frische, die Lust auf das nächste Stück macht. Mein veganer Johannisbeer-Streuselkuchen kommt ganz ohne Ei und Milchprodukte aus. Das Apfelmus ersetzt das Ei, sorgt für die nötige Bindung und macht den Teig wunderbar mürbe. Das Beste daran: Ihr benötigt weder eine Küchenmaschine noch besonderes Backzubehör. Der Teig lässt sich ganz einfach mit den Händen zubereiten und gelingt auch Backanfängern problemlos.

Ob pur, mit einem Klecks veganer Schlagsahne oder zusammen mit einer Kugel Vanilleeis – dieser Kuchen schmeckt einfach immer. Und falls Ihr gerade keine Johannisbeeren zur Hand habt oder etwas Abwechslung möchtet, lässt sich das Rezept ebenso gut mit Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren oder einer bunten Beerenmischung backen.
Das macht diesen veganen Johannisbeerkuchen so besonders
Dieser Johannisbeer-Streuselkuchen gehört zu den unkomplizierten Sommerkuchen, die mit wenigen Zutaten auskommen und trotzdem auf jeder Kaffeetafel begeistern. Die fruchtige Säure der roten Johannisbeeren harmoniert perfekt mit dem zarten Mürbeteig und den herrlich mürben Streuseln. Gerade dieser Kontrast macht den Kuchen so beliebt.
Für den Boden werden alle Zutaten einfach mit den Händen zu einem glatten Teig verknetet – eine Küchenmaschine ist nicht nötig. Das Apfelmus ersetzt das Ei und sorgt dafür, dass der Teig trotzdem wunderbar mürbe wird.

Ein kleiner Trick macht den veganen Streuselkuchen besonders gelungen: Sowohl der Teig als auch die Streusel dürfen vor dem Backen für etwa 20 Minuten in die Tiefkühltruhe. Dadurch bleibt der Boden schön stabil und die Streusel werden beim Backen besonders knusprig.
Johannisbeeren - aromatische Sommerfrüchte mit vielen Vitaminen
Rote Johannisbeeren haben in Deutschland von Juni bis August Saison und gehören zu den beliebtesten heimischen Sommerbeeren. Ihr angenehm säuerliches Aroma macht sie zu einer idealen Zutat für Kuchen, Desserts oder Marmeladen.
Neben ihrem frischen Geschmack enthalten Johannisbeeren reichlich Vitamin C sowie Ballaststoffe und liefern außerdem Kalium und wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Gerade ihre natürliche Säure bildet einen wunderbaren Kontrast zu süßen Streuseln und einem mürben Kuchenteig.
Das Rezept lässt sich ganz einfach anpassen. Statt ausschließlich roter Johannisbeeren könnt Ihr auch schwarze oder weiße Johannisbeeren verwenden oder verschiedene Beerensorten miteinander kombinieren. Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren oder Kirschen passen ebenfalls hervorragend und machen aus dem Johannisbeerkuchen immer wieder einen neuen Sommerkuchen.
Auch tiefgekühlte Früchte können verwendet werden. Gebt sie möglichst noch gefroren auf den Kuchen, damit sie beim Backen nicht zu viel Flüssigkeit verlieren.

Tipps für den Johannisbeer-Streuselkuchen
Der Mürbeteig für diesen Johannisbeer-Streuselkuchen besteht aus Mehl, Zucker, Backpulver, pflanzlicher Margarine, Vanilleextrakt und Apfelmus, das hier das Ei ersetzt und den Teig zuverlässig bindet.
- Drückt den Teig gleichmäßig in die Springform und formt am Rand einen 2-3 cm hohen Rand. Danach 20 Minuten kaltstellen, damit er beim Backen schön mürbe bleibt.
- Verteilt die Johannisbeeren auf dem Boden und darüber die Streusel aus Mehl, gemahlenen Mandeln oder Haselnüssen, braunem Zucker, Vanillezucker, Salz und Margarine. Auch sie profitieren von kurzer Kühlzeit.
- Lasst den Kuchen nach dem Backen vollständig auskühlen, damit sich die Fruchtsäfte setzen und er beim Anschneiden stabil bleibt.

Johannisbeer-Streuselkuchen (vegan)
Kochutensilien
- 1 Springform + Backpapier ca. 26 cm Durchmesser
- 1 große Rührschüssel
- 1 großes Sieb
- 1 Nudelholz
Zutaten
Zutaten für den Boden
- 250 g Mehl Weizen 405 oder Dinkel 630
- 1 TL Backpulver
- 125 g pflanzliche Margarine
- 75 g Rohrzucker
- 3 EL Apfelmus
- 1 TL Vanilleextrakt
Zutaten für die Streusel
- 150 g Mehl Weizen 405 oder Dinkel 630
- 125 g brauner Zucker
- 75 g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
- 125 g pflanzliche Margarine
- 1 Päckch. Bourbon-Vanillezucker
- 1 Prise Salz
Außerdem
- 400 g rote Johannisbeeren
- Puderzucker zum Besträuben optional
Anleitungen
Zubereitung Boden
- Das Mehl in eine große Schüssel geben und mit dem Backpulver vermischen. Margarine in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Zucker, dem Apfelmus und dem Vanilleextrakt dazugeben. Alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten und geschmeidigen Teig verkneten.
- Den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen. Den Rand ein wenig einfetten und anschließend mit etwas Mehl bestäuben.
- Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie mit Hilfe eines Nudelholzes auf Größe der Backform ausrollen. Teig in die Backform übertragen. Den Boden mit dem Teig auslegen und den Teig anschließend am Rand etwas hochziehen.
- Die Backform mit dem Teig für ca. 20 Min. in der Tiefkühltruhe kalt stellen.
Zubereitung Streusel
- Alle Zutaten für die Streusel in eine Schüssel geben und mit den Händen zu dicken Streuseln verarbeiten. Streusel ebenfalls für ca. 15 Min. in die Tiefkühltruhe stellen.
Außerdem
- Die Johannisbeeren in ein Sieb geben und gründlich waschen. Anschließend gut abtropfen lassen und vorsichtig mit etwas Küchenpapier trocken tupfen. Die Johannisbeeren vorsichtig von den Rispen abzupfen.
- Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Die Backform aus dem Tiefkühler holen und die Johannisbeeren darauf geben. Streusel ebenfalls aus dem Tiefkühler holen und dicht an dicht über den Johannisbeeren verteilen.
- Den Kuchen in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 45-50 Min. backen, bis die Streusel schön goldbraun gebacken sind. Aus dem Ofen nehmen und vor dem Anschneiden und servieren vollständig abkühlen lassen. Auf Wunsch mit etwas Puderzucker bestäuben.

Häufige Fragen zu Johannisbeer-Streuselkuchen (vegan)
Ja. Das Rezept gelingt ebenso gut mit Himbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Kirschen, Stachelbeeren oder einer bunten Beerenmischung. Auch Zwetschgen oder Aprikosen passen hervorragend.
Ja. Verwendet die Früchte möglichst direkt aus dem Tiefkühlfach und taut sie vorher nicht auf. So geben sie beim Backen weniger Flüssigkeit ab.
Die Kühlzeit sorgt dafür, dass der Mürbeteig fester wird und beim Backen besonders mürbe bleibt. Außerdem lässt er sich anschließend leichter verarbeiten
Gut gekühlte Streusel schmelzen langsamer und behalten beim Backen ihre lockere Struktur. Das Ergebnis sind besonders knusprige Streusel.
Ja. Der Kuchen schmeckt am nächsten Tag sogar fast noch besser, weil sich die Aromen wunderbar miteinander verbinden.
Ja. Mit einer glutenfreien Mehlmischung für Kuchen gelingt das Rezept ebenfalls sehr gut. Eventuell muss die Flüssigkeitsmenge leicht angepasst werden.
Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarkeit
Der Kuchen schmeckt am Backtag wunderbar, lässt sich aber auch problemlos am Vortag zubereiten und bleibt bis zum nächsten Tag angenehm saftig. Gut abgedeckt oder in einer luftdicht verschließbaren Kuchenbox hält sich der Johannisbeer-Streuselkuchen etwa zwei bis drei Tage bei Zimmertemperatur. An heißen Sommertagen bewahrt Ihr ihn besser im Kühlschrank auf. Vor dem Servieren sollte er dann etwa 20 bis 30 Minuten Raumtemperatur annehmen, damit der Mürbeteig und die Streusel wieder ihr volles Aroma entfalten.
Zum Einfrieren eignet sich der Kuchen ebenfalls hervorragend. Schneidet ihn am besten in einzelne Stücke und friert diese gut verpackt für bis zu drei Monate ein. Nach dem Auftauen könnt Ihr die Stücke kurz im Backofen aufbacken – so werden die Streusel wieder wunderbar knusprig.
Lust auf weitere sommerliche Kuchenrezepte? Dann probiert unbedingt auch meinen gedeckten Blaubeer-Nektarinen-Kuchen oder die Aprikosen-Tarte mit Vanille-Mascarpone-Creme. Beide sind herrlich fruchtig, unkompliziert zubereitet und passen genauso gut auf die sommerliche Kaffeetafel wie dieser Johannisbeer-Streuselkuchen. Ich wünsche Euch viel Freude beim Nachbacken – und wie immer: Bon Appétit!





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