Tahini kennt man meist als Zutat für Hummus oder orientalische Dips. Dabei eignet sich die cremige Sesampaste auch hervorragend als Basis für schnelle Pastasaucen. Zusammen mit Limettensaft, Ingwer und Hefeflocken entsteht eine würzige Tahini-Sauce, die wunderbar zu Spaghetti passt und sich nach Belieben mit Gemüse, Tofu oder frischen Kräutern ergänzen lässt. Ein unkompliziertes, veganes Rezept für den Alltag, das trotz weniger Zutaten erstaunlich viel Geschmack mitbringt.

Die Sauce ist schnell zubereitet, wunderbar cremig und eine schöne Abwechslung zu klassischen Tomaten- oder Sahnesaucen. Bei uns gab es dazu im Ofen geschmorte Brokkoliröschen und süße Kirschtomaten, aber auch knusprig gebratener Tofu, frische Kräuter oder geröstete Nüsse passen hervorragend dazu.
Was ist eigentlich Tahin?
Tahin, auch Tahini genannt, ist eine Paste aus fein gemahlenen Sesamsamen und gehört zu den Grundzutaten vieler Gerichte aus dem Nahen Osten. Bekannt ist Tahin vor allem als wichtiger Bestandteil von Hummus, Baba Ghanoush oder verschiedenen Dressings und Saucen. Sein Geschmack ist angenehm nussig, leicht herb und verleiht Speisen eine besondere Cremigkeit.
Neben seinem Aroma liefert Tahin zudem pflanzliches Eiweiß, ungesättigte Fettsäuren sowie Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium und Eisen.
Je nach Herstellung und verwendeten Sesamsamen kann Tahin unterschiedlich intensiv schmecken. Für dieses Rezept eignet sich helles Tahin aus geschältem Sesam besonders gut, da es milder ist und sich hervorragend zu einer feinen, cremigen Sauce verarbeiten lässt.

So gelingt die perfekte Tahini-Sauce
Die Sauce besteht aus wenigen Zutaten, die zusammen für erstaunlich viel Geschmack sorgen. Tahin wird mit Kokos-Aminos, Limettensaft, frischem Ingwer, Hefeflocken und etwas Pasta-Kochwasser zu einer cremigen Sauce verarbeitet. Wer Knoblauch mag, sollte ihn unbedingt mitverwenden. Besonders aromatisch wird er, wenn die Zehen vorher im Ofen geröstet werden. Dadurch verliert der Knoblauch seine Schärfe und entwickelt ein mildes, leicht süßliches Aroma.
Für ein besonders cremiges Ergebnis empfiehlt sich die Verwendung eines Stabmixers. Damit verbinden sich die Zutaten zu einer glatten, seidigen Sauce. Alternativ können alle Zutaten auch mit einem Schneebesen gründlich verrührt werden. Wichtig ist lediglich, das Kochwasser nach und nach hinzuzufügen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Abgeschmeckt wird die Sauce mit Salz, Pfeffer und einer Prise Erbe Piccante. Die Mischung aus getrocknetem Oregano und Chiliflocken erinnert an die Gewürze klassischer Spaghetti Aglio e Olio und verleiht der Sauce eine angenehme Würze.


Spaghetti mit Tahini-Sauce
Kochutensilien
- 1 großer Kochtopf für die Spaghetti
- 1 ofenfeste Form
- 1 Nudelsieb
- 1 feine Reibe
- 1 Stabmixer + hohes Gefäß optional, alternativ ein Schneebesen
Zutaten
Zutaten für die Tahini-Sauce
- 40 g Tahin am besten helles Sesammus
- 2 cm Ingwer
- 1 Zehe Knoblauch optional
- ½ Limette Saft
- 1 EL Kokos-Aminos alternativ Soja-Sauce
- 1 EL Hefeflocken
- 100-150 ml Nudelkochwasser
- ½ TL Piccante Erbe getrockneter Oregano und Chiliflocken
- Salz, Pfeffer
Außerdem
- 250 g Spaghetti z.B. aus Dinkel
- 200 g Kirschtomaten
- 200 g Brokkoliröschen gegart
- 1 EL Olivenöl
- 1 TL getrockneter Oregano
- Salz, Pfeffer
- 1 EL glatte Petersilie fein gehackt
Anleitungen
- Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
- Kirschtomaten waschen und halbieren. Zusammen mit den Brokkoli-Röschen in eine ofenfeste Form geben. Die ganze Zehe Knoblauch samt Schale ebenfalls dazugeben. Mit 1 EL Olivenöl vermischen und mit Salz, Pfeffer und getrocknetem Oregano würzen.
- Gemüse im Ofen ca. 20-25 Min. rösten.
- Einen großen Topf mit ausreichend Wasser zum Kochen bringen. Salzen und die Spaghetti nach Angabe auf der Packung al dente garen. Beim Abgießen ca. 150 ml Nudelkochwasser auffangen.
- Für die Tahini-Sauce Tahin, Limettensaft, Kokos-Aminos und Hefeflocken in ein hohes Gefäß geben. Ingwer schälen, fein reiben und dazugeben. Den Knoblauch aus dem Ofen nehmen (falls verwendet) und aus der Schale heraus dazu drücken.
- Die Zutaten für die Sauce mit dem Pürierstab zu einer cremigen Sauce pürieren. Dabei nach und nach zunächst 100 ml (ggf. noch etwas mehr) von dem Nudelkochwasser hinzufügen, bis die Sauce die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Lieber etwas flüssiger (aber nicht zu dünn). Sauce mit Salz, Pfeffer und Erbe Piccante würzen und abschmecken.
- Die tropfnassen Spaghetti sofort mit der Tahini-Sauce vermischen. Auf Teller verteilen, das Gemüse dazugeben und mit frisch gehackter Petersilie bestreut servieren.

Tipps zum Servieren, Aufbewahren und Meal Prep
Die fertigen Spaghetti sollten möglichst direkt nach dem Vermengen mit der Tahini-Sauce serviert werden. Die Nudeln nehmen die Sauce schnell auf und die cremige Konsistenz wird mit zunehmender Abkühlung deutlich fester. Frisch zubereitet schmeckt das Gericht daher am besten.
Die Reste könnt ihr selbstverständlich aufbewahren. Beim Erwärmen empfiehlt es sich jedoch, etwas Wasser oder Gemüsebrühe hinzuzufügen, damit die Sauce wieder ihre cremige Konsistenz erhält.
Für Meal Prep eignet sich vor allem die Tahini-Sauce hervorragend. Sie kann problemlos ein bis zwei Tage im Voraus zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor dem Servieren einfach mit etwas warmem Nudelkochwasser verdünnen und anschließend mit frisch gekochter Pasta vermischen.
Übrigens schmeckt die Tahini-Sauce nicht nur zu Spaghetti. Sie passt ebenso gut zu lauwarmem Ofengemüse, Gemüse-Bowls oder als cremige Dressing-Alternative für einen veganen Caesar Salad.

Häufige Fragen zu Spaghetti mit Tahini-Sauce
Ja, die Sauce eignet sich hervorragend zum Vorbereiten; du kannst sie problemlos ein bis zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren wird sie einfach mit etwas Pasta-Kochwasser, Wasser oder Gemüsebrühe verdünnt.
Für dieses Rezept empfiehlt sich helles Tahin aus geschältem Sesam. Es schmeckt milder und sorgt für eine besonders cremige Sauce.
Ja, anstelle von Kokos-Aminos kannst du auch Sojasauce oder Tamari verwenden. Tamari ist zudem eine gute glutenfreie Alternative.
Tahin bindet Flüssigkeit sehr stark. Gleichzeitig nehmen die Nudeln einen Teil der Sauce auf. Deshalb solltest du die Pasta möglichst frisch servieren. Beim Erwärmen hilft etwas Wasser oder Gemüsebrühe.
Sehr gut passen geröstete Brokkoliröschen, Kirschtomaten, knusprig gebratener Tofu, frische Kräuter, Frühlingszwiebeln oder geröstete Nüsse und Samen.
Ja. Mit einem Schneebesen lassen sich alle Zutaten ebenfalls gut verrühren. Der Stabmixer sorgt allerdings für eine besonders glatte und cremige Konsistenz.
Auf jeden Fall. Sie passt hervorragend zu Ofengemüse, Bowls, Salaten oder als cremiges Dressing für einen veganen Caesar Salad.




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