Dieser Birnen-Nuss-Kuchen ist saftig, nussig und mit Zimt genau richtig für den Herbst. Gemahlene Haselnüsse und etwas Joghurt halten den Teig schön weich. Welche Birnen sich am besten eignen, wie ihr den Kuchen aufbewahrt und was ihr alles variieren könnt, erfahrt ihr weiter unten im Beitrag.
Veröffentlicht habe ich den Kuchen schon im Jahr 2015. Jetzt habe ich ihn noch einmal gebacken, mit etwas weniger Butter und Zucker und einem kleinen Marmoreffekt. So sieht er endlich auch so aus, wie er schmeckt.

Welche Birnen eignen sich für den Birnen-Nuss-Kuchen?
Für diesen Kuchen eignen sich am besten reife und leicht weiche Birnen. Sie sorgen dafür, dass er besonders saftig wird. Ich habe die Sorte Abate Fetel verwendet, eine längliche Birne mit feinem, süßem Aroma. Der Kuchen gelingt aber genauso gut mit anderen Sorten wie Williams Christ, Conference, Gute Luise oder Alexander Lucas. Wichtiger als die Sorte ist der Reifegrad.
Harte Birnen bleiben im Teig bissfest und geben weniger Saft ab. Ob eine Birne reif genug ist, merkt ihr am Stielansatz: Gibt er auf leichten Daumendruck ein wenig nach, ist die Birne richtig. Zu reif und matschig sollte sie jedoch nicht sein, sonst lässt sie sich schlecht in Stücke schneiden.
- Noch zu hart? Lasst die Birnen ein paar Tage bei Zimmertemperatur liegen. In einer Papiertüte zusammen mit einem Apfel oder einer Banane reifen sie schneller.
- Menge: Ihr braucht ca. 750 g Birnen, das sind etwa 3 bis 4 mittelgroße Früchte.
- Ohne frische Birnen: Ihr könnt den Kuchen auch mit Birnen aus der Dose zubereiten. Lasst sie vorher jedoch sehr gut abtropfen.

Warum wird der Birnen-Nuss-Kuchen so saftig?
Dafür sorgen vor allem die Zutaten: Reife Birnen geben im Teig viel Saft ab, und gemahlene Haselnüsse und etwas griechischer Joghurt halten die Krume schön weich. Außerdem rührt ihr den Teig nur so lange, bis alles verbunden ist, und hebt die steif geschlagenen Eiweiße vorsichtig unter. So bleibt der Kuchen locker.
So gelingt der Marmoreffekt
Für den Marmoreffekt wird ein Drittel des Teigs mit dunklem Kakaopulver und etwas Milch verrührt. Die Kleckse verteilt ihr auf dem hellen Teig und zieht sie mit einer Gabel nur zwei- bis dreimal spiralförmig durch, sonst verschwindet das Muster.


Birnen-Nuss-Kuchen
Kochutensilien
- 1 Springform ca. 26 cm Durchmesser
- Backpapier
- 2 Rührschüsseln
- 1 Handrührgerät alternativ Küchenmaschine
Zutaten
- 150 g weiche Butter Zimmertemperatur
- 170 g Rohrzucker
- 4 Bio-Eier Eigelb und Eiweiß getrennt
- 1 Prise Salz
- 100 g griechischer Joghurt
- 250 g Dinkelmehl Typ 630
- 1 Päckchen Backpulver
- 125 g gemahlene Haselnüsse
- 1 TL Zimt
- 1 EL Rum alternativ Milch
- etwas Butter und Mehl für die Springform
Für den Marmoreffekt
- 2 EL dunkles Kakaopulver
- 1 EL Milch
Außerdem
- 750 g Birnen reif
- Puderzucker zum Bestäuben optional
Anleitungen
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Springform mit Backpapier auslegen. Den Rand mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben.
- Die Butter mit dem Zucker und den Eigelben cremig rühren. Anschließend den Joghurt unterrühren.
- Das Mehl mit Backpulver, gemahlenen Haselnüssen und Zimt mischen und mit dem Rum oder der Milch unter die Buttermasse rühren. Nur so lange rühren, bis alles verbunden ist.
- Die Eiweiße mit einer Prise Salz sehr steif schlagen und vorsichtig unter den Teig heben. Ein Drittel des Teiges abnehmen, in eine separate Schüssel füllen und mit dem Kakaopulver und 1 EL Milch verrühren.
- Die Birnen schälen, entkernen, in kleine Stücke schneiden und unter den hellen Teig mischen.
- Den hellen Teig in die vorbereitete Backform geben und glatt streichen. Den dunklen Teig in Klecksen darauf verteilen und mit einer Gabel zwei- bis dreimal spiralförmig durchziehen. Nicht zu oft rühren, sonst verschwindet das Muster.
- Den Kuchen in der Mitte des vorgeheizten Ofens ca. 45-50 Minuten backen. Droht er zu dunkel zu werden, mit Alufolie abdecken. Stäbchenprobe machen.
- Kuchen gut abkühlen lassen und vor dem Servieren auf Wunsch mit etwas Puderzucker bestäuben.
Tipps und Variationen
- Topping mit Birnenspalten: Eine halbe Birne aus dem Gesamtgewicht in dünne Spalten schneiden und nach ca. 15 bis 20 Minuten Backzeit auf den Kuchen legen. So sinken die Birnenspalten nicht in den Teig ein.
- Mit Schokolade: 30 g dunkle Schokolade schmelzen und in Streifen über den ausgekühlten Kuchen ziehen. Alternativ könnt ihr 50 g gehackte Blockschokolade zusammen mit den Birnen unter den Teig rühren.
- Äpfel statt Birnen: Auch Äpfel passen sehr gut in den Kuchen, oder ihr nehmt eine Mischung aus Birnen und Äpfeln.
- Andere Nüsse: Gemahlene Mandeln statt Haselnüsse funktionieren genauso.
- Glutenfrei: Der Kuchen ist mit Dinkelmehl nicht glutenfrei. Einzelne Leserinnen haben ihn mit einer glutenfreien Mehlmischung gebacken, das hat laut Kommentaren geklappt. Ich habe es aber nicht getestet.
- Für ein Backblech: Die Mengenangaben einfach verdoppeln.
- Teig nicht zu lange rühren: Den Teig nur so lange rühren, bis sich alle Zutaten miteinander verbunden haben. Das hält den Kuchen locker.

Häufige Fragen zum Birnen-Nuss-Kuchen (FAQ)
Am besten reife, leicht weiche Birnen. Ich habe Abate Fetel genommen, andere Sorten wie Williams Christ, Conference oder Gute Luise funktionieren ebenfalls. Harte Birnen geben weniger Saft ab, der Kuchen wird dann trockener.
Ja. Lasst sie vorher gut abtropfen, damit der Teig nicht zu feucht wird.
Ich schäle sie, weil die Schale im Kuchen oft fest bleibt. Bei Bio-Birnen mit dünner Schale könnt ihr sie aber auch dranlassen.
Macht am besten die Stäbchenprobe: Steckt ein Holzstäbchen in die Mitte. Bleibt kein flüssiger Teig daran kleben, ist der Kuchen fertig. Ein paar feuchte Krümel sind in Ordnung. Wird die Oberfläche vorher zu dunkel, deckt den Kuchen mit Alufolie ab.
Gemahlene Mandeln passen sehr gut. Auch eine Mischung aus beiden funktioniert.
Tipps zur Aufbewahrung und Haltbarkeit
Der Birnen-Nuss-Kuchen schmeckt auch am zweiten und dritten Tag noch richtig gut, weil er durch die Birnen so saftig ist. Vorausgesetzt, er überlebt so lange.
- Zimmertemperatur: Abgedeckt, zum Beispiel mit einer Kuchenglocke oder in einer Dose, hält er sich 2 bis 3 Tage.
- Kühlschrank: Ist die Küche warm, bewahrt ihr den Kuchen besser im Kühlschrank auf. Lasst ihn vor dem Servieren kurz Zimmertemperatur annehmen.
- Einfrieren: Schneidet den ausgekühlten Kuchen in Stücke und friert diese einzeln ein. Bei Zimmertemperatur oder über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
- Puderzucker: Bestäubt den Kuchen erst kurz vor dem Servieren, sonst zieht der Zucker in die Früchte und den Teig ein.
Wenn ihr noch mehr Lust auf Birne habt, probiert doch auch mal diese beiden Kuchen:
- Birnenkuchen mit Pistazien: knuspriger Mürbeteig, Pistaziencreme, saftige Birnen und ein Hauch Orange.
- Mohn-Streuselkuchen mit Birne: Mürbeteig aus der Springform, außen knusprig, innen saftig und genau richtig süß.
Viel Spaß beim Backen! Wenn ihr den Birnen-Nuss-Kuchen ausprobiert habt, freue ich mich über einen Kommentar und ein paar Sterne. Bon appétit!














Teile deine Erfahrung mit anderen Lesern. Wenn es dir geschmeckt hat, freue ich mich über eine 5-Sterne-Bewertung.
Roman S. meint
Hab noch 50g Blockschoki und statt Nüsse gemahlene Mandeln genommen.
Dein Kuchen kam bei 3 Generationen super an. Danke schön!
LG Roman
Sonja meint
Mega! Das freut mich sehr und die Blockschokolade passt ganz hervorragend mit dazu!!
LG Sonja
Steffi meint
Habe das Rezept gerade auf der Suche nach Backinspiration zufällig gefunden und mit einer glutenfreien Mehlmischung gebacken. Das hat sehr gut geklappt, und dass obwohl ich das Backpulver vergessen hatte. Saftige Kuchen sind gerade für Menschen mit Zöliakie etwas Besonderes. Danke dafür!
Ulrike meint
Ich liebe diesen Kuchen, endlich, endlich ist es wieder so weit. Es herbstelt und es gibt ihn wieder. Danke für dieses tolle Rezept. Uli
Sonja meint
Liebe Uli,
oh ja, da hast Du Recht! Ich liebe diesen Kuchen auch und freu mich schon darauf, ihn bald wieder zu backen.
Und ich freu mich, dass Dir das Rezept gefällt! 🙂
LG Sonja
Svenja Nethling meint
Hallo, möchte das Rezept für ein ganzes blech anwenden. Sollte ich die Menge verdoppeln oder eher dreiviertel des Rezepte? LG Svenja
Sonja meint
Liebe Svenja,
ich würde das Rezept verdoppeln. Das sollte dann genau passen.
LG und gutes Gelingen, Sonja
Guida Araujo meint
Hallo ich mmöchte gerne das Rezept ausprobieren, kann ich auch Birne aus der Dose nehmen.
Gruß Guida
Sonja meint
Liebe Guida,
das kannst Du auf jeden Fall machen. Nur die Birnen dann gut abtropfen lassen!
Liebe Grüße,
Sonja
Christa meint
Ich habe eben den Kuchen im Backrohr seit ca. 3 Stunden. Der Kuchen ist innen noch immer roh. Woran kann das denn liegen?
Und vor allem wie geht's jetzt weiter?
Sonja meint
Huch! Das ist mir noch nie passiert! Vielleicht war das Backpulver nicht mehr frisch? Hast Du frische Birnen genommen oder aus der Dose? Ist der Backofen in Ordnung!?! Ehrlich gesagt - ich habe keine Ahnung.... Tut mir sehr Leid - vielleicht versuchst Du es noch einmal? Den Teig auch nicht zu lange rühren, sondern nur, bis sich alle Zutaten miteinander verbunden haben!
Liebe Grüße,
Sonja
Katrin Staudigl meint
Ich mache den Kuchen jetzt schon zum zweiten Mal! Sowas von lecker! Vielen Dank für das Rezept.
Sonja meint
Liebe Katrin, oh ja, ich mag diesen Kuchen auch sehr gerne! Man kann die Birnen übrigens auch durch Äpfel ersetzen, falls man diese lieber mag. 🙂
Liebe Grüße, Sonja
Neviana Hess meint
Danke für das leckeres Rezept:). Ich habe Apfel und Birnen genommen und es schmeckt super. Daumen hoch.
Sonja meint
Liebe Neviana, ja, Äpfel passen auch ganz hervorragend in den Kuchen! Freut mich sehr, dass er Euch geschmeckt hat. 🙂
Liebe Grüße, Sonja